An der Staatsstrasse 2345 

Große Umbauten für ein Kleingewerbegebiet

Südlich der Staatsstraße 2345 soll ein Kleingewerbegebiet entstehen. Dafür muss die Gemeinde Maisach aber noch einiges prüfen. Der Kreuzungspunkt an der Maisacher Straße müsste komplett umgebaut werden. Sollten die Pläne umsetzbar sein, kostet die Anbindung des neuen Gebiets rund 500 000 Euro.

Gernlinden– Der Gemeinderat hatte jüngst einstimmig einen Planer beauftragt. Diskutiert wurde nicht. Denn das Projekt war den Fraktionen bereits aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt.

Wie Bürgermeister Hans Seidl (CSU) auf Tagblatt-Nachfrage erklärt, gibt es bereits zehn Interessenten, die ihren Betrieb auf der Fläche südlich der Staatsstraße ansiedeln wollen. „Sechs davon kommen aus der Gemeinde.“ Geplant sei, dort kleinere Firmen und Handwerker unterzubringen; auf Flächen zwischen 500 und 2000 Quadratmetern. „Ein Sondergebiet wird vielleicht etwas größer.“

Zwei Drittel des Areals seien bereits in Gemeindebesitz gewesen, sagte Seidl. Den Rest kaufe man von Privateigentümern. Maximal 20 000 Quadratmeter werden bebaut.

Bleibt das Problem der Anbindung des neuen Gewerbegebiets. Die Gemeinde kann hier nicht alleine entscheiden, sondern muss mit dem Staatlichen Bauamt zusammenarbeiten. Um den Verkehrsfluss nicht zu unterbrechen, will die übergeordnete Behörde, dass die Anbindung dort erfolgt, wo sowieso schon eine Kreuzung ist: gegenüber der Einmündung der Maisacher Straße.

Doch genau da geht es nicht. Denn sonst würde die neue Straße durch die Ausgleichsfläche für die Konversion des alten Flugplatzes verlaufen. Daher soll die bestehende Kreuzung von St 2345 und Maisacher Straße nach Osten verschoben werden – in Richtung Weiher. Es sei nicht auszuschließen, dass das Gewässer dadurch beeinträchtigt werde, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Auch der Geh- und Radweg müsse verlegt werden. Zudem muss die Gemeinde gegenüber dem Staatlichen Bauamt nachweisen, dass der neue Knoten verkehrssicher und leistungsfähig ist. Laut Seidl soll heuer alles vorbereitet werden, so dass sich ab Sommer 2018 Firmen ansiedeln könnten. Ein Kreisel sei nicht nötig. Durch die Brücke über die Bahngleise sei der Verkehr langsam genug, so dass eine Kreuzung ausreichend sicher sei.(zag)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das fast vergessene Gefangenenlager
Etwas über 100 Jahre ist es her, da entstand in Hattenhofen ein großes Lager für Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges. Mehr als 1000 Männer waren dort interniert, vor …
Das fast vergessene Gefangenenlager
Aaliyah Sophie aus Emmering
Stolz präsentiert Ziyad Hayat aus Emmering sein Töchterlein Aaliyah Sophie. Das Mäderl kam ein paar Tage vor dem errechneten Termin zur Welt. „Darum ist sie auch noch …
Aaliyah Sophie aus Emmering
Abriss von Turnhalle und Schwimmbecken
Die Abrissarbeiten an der Wittelsbacher Schule haben begonnen. Das Hausmeistergebäude ist schon dem Erdboden gleich gemacht. Jetzt ist die alte Turnhalle mit dem im …
Abriss von Turnhalle und Schwimmbecken
Schon wieder politisch motivierte Schmierereien in Gröbenzell
Schon wieder sind Schmierereien in Gröbenzell aufgetaucht. An einer Gemeindetafel wurde der Spruch „Lügenpresse? Nein Danke“ angebracht und auf die Adresse einer …
Schon wieder politisch motivierte Schmierereien in Gröbenzell

Kommentare