Gernlinden

Gründung vor 50 Jahren war ein guter Einfall

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Die Gründung der Heimatbühne Gernlinden war vor 50 Jahren ein guter Einfall – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Das erste Stück, das gespielt wurde, hieß „Ein guter Einfall“. Im Jubiläumsjahr haben es die Mitglieder aber leider mit einem Ausfall zu tun: Wegen der Corona-Pandemie muss die im Mai geplante Feier ausfallen.

GernlindenMit dem treuen Publikum wollte der Verein das Bühnenjubiläum feiern, sagt Vize-Vorsitzende Heidi Probst. „Doch leider lassen es die momentanen Umstände nicht zu.“ Sie hofft mit dem gesamten Vorstand und allen Mitgliedern, dass im kommenden Jahr nachgefeiert werden kann. Wenn es möglich sei, sollen im Herbst Proben für ein neues Stück beginnen, die Vorstellungen wären dann Teil der Feier im nächsten Jahr.

Die Gernlindener Heimatbühne hatte in ihrer 50-jährigen Vereinsgeschichte schon mit so manchem Problem zu kämpfen. Nicht leicht war es zum Beispiel, immer eine geeignete Aufführungsstätte zu haben. Zuerst spielte man im Pfarrsaal von Gernlinden und in der Bahnhofsgaststätte, beim Ritzer. Später führte man Stücke auch im Maisacher Pfarrsaal und – als Ausweichmöglichkeit für das abgerissene Waldschlössl – auf der Bühne der Gaststätte Amperbad in Neuesting auf. Dann wurde das Bürgerzentrum Gernlinden eröffnet, und eine große Sorge war dahin: Dort hatte die Heimatbühne genug Platz, es gab sogar einen Schmink- und Technik- sowie einen Proben- und Kulissenraum.

Seit der Gründung vor 50 Jahren sind etwa 100 Stücke gezeigt worden, also zwei pro Jahr, eines im Frühjahr, eines im Herbst. Die Vorstellungen sind meist schnell ausverkauft, berichtet die Vize-Vorsitzende.

Dabei hatte alles eher klein angefangen. Der örtliche Burschenverein hatte mit dem Theaterspielen begonnen, da trafen sich in Gernlinden ein paar theaterbegeisterte Freunde und gründeten die Heimatbühne. Federführend waren damals Willi Schußmann, Roman und Ingrid Rauscher.

Aktueller Vorsitzender ist Rudi Stark, der seit über 40 Jahren auf der Bühne steht. Er stieß 1977 eigentlich unfreiwillig zu der Truppe: Der Verein hatte mal wieder nach neuen Mitgliedern gesucht – und Starks Schwager meldete ihn einfach ohne sein Wissen an. „Er dachte, es würde zu mir passen“, erzählt der Rentner. „Weil ich immer viel Unsinn im Kopf hatte.“ Und es passte tatsächlich, auch das war also ein guter Einfall.

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