Glasfaserkabel sorgen für schnellen Zugang ins Netz. . (Symbolbild)
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Glasfaserkabel sorgen für schnellen Zugang ins Netz. . (Symbolbild)

Anschluss unterversorgter Gebiete für zehn Millionen Euro?

Hohe Kosten durch Glasfaserausbau in Maisach

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Auch in Maisach geht der Glasfaserausbau voran. Mittelfristiges Ziel der Gemeinde ist, die Anschlüsse direkt in die Häuser zu legen.

Maisach – Ein Fachbüro hat für die Kommune ermittelt, welche Gebiete noch unterversorgt sind und was nun getan werden kann. Die Ergebnisse lagen jüngst im Gemeinderat auf dem Tisch. Demnach gibt es 635 Adressen, die als „graue Flecken“ gelten: Die Bewohner haben Übertragungsraten von über 30 Mbit/Sekunde, aber unter 200 Mbit/Sekunde. Zudem sind 18 „weiße Flecken“ genannt: Hier werden nur unter 30 Mbit/Sekunde erreicht.

Würde die Gemeinde alle 653 förderfähigen Adressen anschließen lassen, würde das fast zehn Millionen Euro kosten. Je Anschluss wird nämlich mit einer Investition von rund 15 000 Euro gerechnet. Die maximale Fördersumme, die die Gemeinde vom Freistaat erhalten könnte, beträgt sechs Millionen Euro. Für fast vier Millionen Euro müsste sie also selbst aufkommen.

Aufgrund der immensen Kosten schlägt das Fachbüro deshalb vor, nur Teilgebiete auszubauen. Vor allem in kleineren Ortsteilen sollte eine Versorgung von knapp 100 Mbit/s erreicht werden. Mit dieser Eingrenzung wären 215 „graue Flecken“ und 14 „weiße Flecke“ anzugehen. Kosten: 3,4 Millionen Euro. Geschätzter Eigenanteil der Gemeinde: 2,2 Millionen Euro. Da aber auch Maisach sparen muss, sollen in einer nächsten Beratungsrunde im Gemeinderat detailliert Gebiete ausgesucht werden. Vor allem betrachten will man dann die unterversorgten Gebiete in Gernlinden-Ost sowie einzelne Anschlüsse bei Weiherhaus, das Freibad und die Aussiedlerhöfe zwischen Maisach und Überacker.

Ganz sicher nicht ausgebaut wird ein Bereich am Fußbergmoos. Laut Verwaltung hatten dort Torfstecher zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs eine Splittersiedlung gegründet. Heute ist diese nur geduldet. Man wolle keine Legalisierung durch einen Glasfaserausbau herbeiführen. Baurechtlich bleibe der Bereich Niemandsland.

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