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Kamera läuft: Ilse Aigner war zu Gast beim Neujahrsempfang der Maisacher CSU in Gernlinden – und das nutzten (v.l.) Bürgermeister Hans Seidl, Ortschefin Silvia Heitmeir, Vize-Bürgermeister Roland Müller und Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch zum Austausch. Das Bayerische Fernsehen war wegen Ilse Aigner vor Ort.

Ilse Aigner beim Neujahrsempfang der Maisacher CSU in Gernlinden

Die Präsidentin mahnt

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Ilse Aigner war Gast beim Neujahrsempfang der Maisacher CSU in Gernlinden. Die Landtagspräsidentin mahnte, Gemeinwohl, Ehrenamt und Demokratie nicht für selbstverständlich zu nehmen.

Gernlinden – Ihre Mahnung bezog Aigner unter anderem auf die Wahlen zum Europäischen Parlament Ende Mai, aber auch auf die kommunalen Entscheidungsgänge im Frühjahr 2020. Sie rief dazu auf, bereit zu sein, sich für die Gemeinschaft einzusetzen – unabhängig auf welcher Ebene. „Es ist nicht egal, wer sich für die Anliegen der Bürger einsetzt.“ Dazu brauche es starke Parlamentarier auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, aber eben auch im europäischen Bereich. Denn von dort aus können nur in Gemeinschaft „stärkere Standards gegen Großmächte wie China gesetzt werden“.

Sorgenvoller Blick auf Brexit

Daher mahnte sie dazu, die Wahlen zum Europäischen Parlament ernst zu nehmen, um Tendenzen und Ereignissen entgegenzuwirken, „die mit Sorge zu betrachten sind“. Aigner nannte in diesem Zusammenhang den Brexit in Großbritannien und die Regierungsbildung in Italien durch zwei extreme Parteien.

Sie verwies auch darauf, dass es gelte, im eigenen Land Unsicherheiten zu vermeiden. Die Landtagspräsidentin erinnerte an die schwierigen Koalitionsverhandlungen vor einem Jahr. Man solle sich gegenwärtig sein, Stabilität und demokratische Errungenschaften nicht als selbstverständlich anzusehen. „Dabei sind das Grundvoraussetzungen für die gute Entwicklung eines Landes oder einer Region.“

Aufforderung, Fursty innovativ zu nutzen

Das hatte Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) insofern aufgenommen, als er die große Politik um Unterstützung bat, „Fursty innovativ zu nutzen“. Maisach brauche wie die anderen Kommunen auch wohnortnahe Arbeitsplätze. „Das muss Priorität haben“, forderte er. Seidl sprach dabei neben Aigner „unsere neuen Abgeordneten an“: Benjamin Miskowitsch, der den Auftritt von Aigner vermittelt hatte, auf Landtagsebene und Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler.

Denn kurze Wege vom Wohnort zum Arbeitsplatz, so Seidl, wurden für den einzelnen Bürger nicht nur mehr Lebensqualität bedeuten. Sie würden auch die Umwelt weniger belasten.

An dieser Stelle erinnerte der Bürgermeister daran, „dass uns das Nachdenken über ein weiteres Windrad im Jahr 2019 weiter zu begleiten zu hat“. Der Landkreis sei vom Erreichen der einst großen Umweltziele, etwa bei der CO2-Bilanz, weit entfernt.

Speziell für Maisach benannte Seidl für 2019 ehrgeizige Ziele. So seien weitere Kindertagesstätten zu schaffen und die Umgestaltung des Pausenhofes an der Gernlindener Grundschule voranzutreiben. Rückblickend auf 2018 sprach Seidl davon, „dass Maisach ein außergewöhnliches Jahr gehabt hat“. Beispiele seien das Ortszentrum und die Südumfahrung.

Miteinander in Maisach

„Das alles gelingt aber nur im guten Miteinander“, verwies Bürgermeister Hans Seidl auf die Arbeit im Gemeinderat und das Engagement der örtlichen Vereine und Organisationen. Maisachs CSU-Ortsvorsitzende Silvia Heitmeir hatte deshalb zum zehnten CSU-Neujahrsempfang auch wieder Vertreter anderer Parteien und Ehrenamtliche eingeladen. „Das gehört sich so bei uns in Maisach“, sagte sie.

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