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Kindertagesstätte: Beispielfoto

An der Brucker Straße

In Gernlinden entsteht ein Kinderhaus nebst Wohnbau

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Gernlinden bekommt ein Kinderhaus für geschätzt 2,7 Millionen Euro. Gebaut werden soll es auf einem Acker an der Brucker Straße neben – und das ist der Kompromiss mit den Grundeignern – Wohnbau.

Gernlinden – Die Nachfrage nach Betreuungsplätze in Gernlinden ist groß. „Es ist ziemlich eilig. Wir sehen ja die Kinderzahlen in Gernlinden“, sagt Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Gespräch mit dem Tagblatt. In zwei, spätestens drei Jahren brauche man eine fertige Einrichtung – trotzdem würden bis dahin Zwischenlösungen nötig sein.

Geplant ist ein erweiterbares und vielseitig nutzbares Haus für maximal 120 Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder (Hort oder Mittagsbetreuung, je nach Bedarf). Gebaut werden soll es östlich der Brucker Straße, im Anschluss an den Grüngürtel. Die alten Bäume sollen einbezogen werden: im Garten des Kinderhauses. Somit könnte man sie auch vor einer späteren Fällung schützen, sagt Seidl. Zudem bekomme die Gemeinde dadurch gleich eine schöne Außenfläche für die Kita.

Der Grund – momentan noch festgesetzt als landwirtschaftliche Fläche im Außenbereich – gehört mehreren Privatleuten. Die Vorverhandlungen haben ergeben, dass sie Flächen an die Gemeinde verkaufen würden, falls gleichzeitig auch Bauland entsteht. Platz wäre im Anschluss Richtung Süden wohl für sechs bis acht Doppelhäuser.

Das Kinderhaus braucht ein Grundstück von rund 4000 Quadratmetern, für die Häuser wäre eine Fläche von 3000 bis 4000 Quadratmetern denkbar. Die Realisierung des Wohnbaus ist dann Sache der Privatleute. Für Seidl ist der Wohnbau vertretbar, weil man zuletzt in Gernlinden vor allem Nachverdichtung genehmigt habe, aber keinen Wohnbau am Rand des Ortsteils, in die Fläche hinaus.

Jetzt sollen drei Architekten Vorschläge für eine Gestaltung des Areals machen. Das hat der Gemeinderat gegen die Stimmen von 3. Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein und Alfons Strähhuber (beide SPD) entschieden. Wellenstein will, dass die Ortssilhouette erhalten bleibt und nicht ein Kinderhaus vor die Bäume gesetzt wird.

Es gibt einen alternativen Standort: Die Gemeinde Maisach besitzt Grund an der Sommerstraße in Gernlinden. Doch dann wäre man weiter weg von der Grundschule und das würde der Vernetzung schaden, meint Seidl. Zudem müssten Schulkinder auf dem Weg in Hort oder Mittagsbetreuung die Maisacher Straße queren.

Dagegen würde ein Kinderhaus an der Brucker Straße direkt am Arbeitsweg vieler Eltern liegen und wäre auch an die angedachte Ostumfahrung Gernlindens angebunden. Zudem solle die neue Buslinie an der Brucker Straße halten.

Weil auch in anderen Ortsteilen die Nachfrage groß ist, sichert die Gemeinde gerade Standorte für künftige Kinderhäuser: in Maisach zwischen Bahnlinie und Frauenstraße, auch in Malching ist bereits ein Areal angedacht.

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