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Noch stehen die Linden zwischen Maisach und Überacker.

Antrag an Gemeinderat 

Maisacher kämpfen für Allee

Rund 70 Maisacher haben in der Bürgerversammlung gefordert, dass die Allee an der Straße nach Überacker erhalten bleiben soll. Dafür müsse der Gemeinderat alle rechtlich möglichen Schritte ausschöpfen.

Maisach Teile der Lindenallee entlang der Straße sind in Gefahr. Einige Bäume müssen gefällt werden, sobald die marode Fahrbahn ausgebaut wird. Dann greifen nämlich neue Sicherheitsvorschriften, die Leitplanken vor Alleebäumen vorschreiben. Einige der Stämme stehen so nah an der Straße, dass es Probleme bei der Umsetzung geben wird.

Die Maisacher folgten dem Antrag einer Bürgerin, die sich zwar erfreut zeigte, dass sich Rathauschef Hans Seidl (CSU) für dieses Thema einsetzen will. „Ich stelle aber dennoch den Antrag, dass sich auch der Gemeinderat damit befassen soll“, sagte sie – und griff damit den Plänen des Bürgermeisters vor. Seidl kündigte nämlich an, dass die Allee ohnehin auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 6. April stehe, und zwar mit genau dem Beschlussvorschlag, den auch die Bürger fassten.

Zebrastreifen an der Estinger Straße gefordert

Der Rathauschef ließ dennoch über den Antrag abstimmen, um bei der Diskussion mit dem Straßenbauamt auch das Bürgervotum einbringen zu können. „Die Allee ist ortsprägend, und wir wollen sie unseren Kindern und Enkeln so vererben“, sagte er.

Weitere Themen, die die Maisacher bei der Bürgerversammlung beschäftigten, waren die Verkehrssicherheit, Gewerbeflächen und der Wohnungsbau. So forderte ein Bürger eine Ampel oder einen Zebrastreifen an der Estinger Straße zwischen den beiden Kreiseln in Richtung Gernlinden. „Die Querungshilfe dort ist für Kinder nicht sicher“, sagte er. Das sah auch Seidl so, der jedoch darauf hinwies, dass Polizei und Straßenbauamt auf der Staatsstraße keinen Zebrastreifen genehmigen. „Wir warten die Verkehrsentwicklung nach dem Bau der Südumgehung ab“, kündigte Seidl an. Danach will er versuchen, dass dort eine Fußgängerampel errichtet wird.

Planungen für Maisach-Ost laufen 2018/2019 an

Nichts wird es mit der vom Gemeinderat angedachten roten Warnmarkierung bei der Querungshilfe an der Hauptstraße im Bereich des Kreisels nach Überacker. Wie Seidl auf Anfrage eines Bürgers erklärte, stimmen Polizei und Straßenbauamt nicht zu. Deren Begründung laut Rathauschef: „Es werde eine Sicherheit vorgetäuscht, die es nicht gibt, da eine rote Markierung von den Autofahrern nicht beachtet werden muss.“

Wann das Einheimischenmodell Maisach-Ost auf den Weg gebracht wird, wollte ein anderer Bürger wissen. „Die Planung wird 2018/2019 erfolgen“, sagte Seidl. Für eine Bebauung verfügbar würden die Grundstücke aber nicht vor 2020 sein. Zudem sollen die Flächen nicht auf einmal vermarktet, sondern schrittweise – je nach Bedarf – an den Mann gebracht werden.

Ein anderer Maisacher erkundigte sich, wann die geplanten Kleingewerbeflächen für das Projekt „Wohnen und Arbeiten“ in Maisach und Gernlinden angegangen werden. Dazu erläuterte Seidl, dass derzeit die Erschließung mit dem Straßenbauamt besprochen werde. Danach könne man mit dem Bebauungsplanverfahren beginnen. „Wenn es keine Probleme gibt, wird das alles noch ungefähr zwölf Monate dauern.“

von Andreas Daschner

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