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Klassenzimmer werden speziell gedämmt

Inklusion Hörgeschädigter: Realschule als Vorreiter in Bayern

Die Orlando-di-Lasso-Realschule in Maisach wird zur Inklusionsschule für Schüler mit einer Hörbeeinträchtigung. 

Maisach – Damit ist sie die erste staatliche Realschule dieser Art in ganz Bayern. Die Kosten für den nötigen Umbau einiger Räume trägt der Landkreis.

Ob das folgende Bonmot beabsichtigt war, ist nicht geklärt: Dass die Standortentscheidung für die neue Inklusionsschule auf Maisach gefallen ist, begründete der Ministerialbeauftragte der Realschulen in Oberbayern-West, Ernst Fischer, unter anderem damit, dass er bei Landrat Thomas Karmasin auf „offene Ohren“ gestoßen sei. Der Kreischef sieht die Inklusionsschule in der Tat als „gute Ergänzung zu den Bemühungen des Landkreises um Inklusion“.

Vier Klassenzimmer und ein kleinerer, von der Schulleitung genutzter Raum müssen bis zum Start des neuen Schuljahres umgebaut werden. Die Kosten dafür halten sich aber in Grenzen, weil die Maisacher Realschule laut Fischer schon akustische Voraussetzungen auf hohem Level besitze. Weil gehörbeeinträchtigte Schüler aber ein besonders ruhiges Lernumfeld brauchen, müssen nun vier Klassenzimmer noch besonders gedämmt werden. Außerdem werden Mikro- und Audioanlagen installiert, die die gehandicapten Schüler unterstützen werden.

Der kleine Raum wird zum sogenannten Silentiumraum umgebaut. Er wird speziell gedämmt, damit die Schüler in den Pausen einen Rückzugsraum haben, wenn es ihnen in der Aula zu laut ist.

Rund 17 300 Euro wird der gesamte Umbau Kosten. Der Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport im Landkreis hat die Ausgaben bereits einstimmig abgesegnet.

Wie Fischer betont, werde die Realschule aber keine Einrichtung für Gehörlose. Die seien in Förderschulen besser aufgehoben. „Es geht um Schüler, deren Gehör beeinträchtigt ist“, sagt der Ministerialbeauftragte. Davon betroffen sind zwei Jugendliche an der Orlando-di-Lasso-Realschule.

„Die Anmeldung war bereits gelaufen, als die Entscheidung fiel, Inklusionsschule zu werden“, sagt die künftige Schulleiterin Doris Lux. Mit Bekanntwerden des neuen Profils könnten bald mehr Anmeldungen von Schülern mit Hörproblemen folgen. (ad)

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