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Der völlig abgemagerte Mümmelmann wird derzeit in der Tierauffangstation aufgepäppelt. 

Tierfreunde Brucker Land

Joggerin rettet ausgesetztem Kaninchen das Leben

 Einer Joggerin aus Emmering verdankt ein etwa fünf bis sechs Jahre altes Kaninchen wahrscheinlich sein Leben. Ramona Spitzer lief mit ihrem Freund nach der Arbeit gegen halb sieben einen Feldweg entlang, der von der Verbindungsstraße von Emmering nach Eichenau abzweigt. 

Überacker –Nach etwa 250 Metern sah sie das Kaninchen direkt am Wegrand sitzen. „Ich dachte, wenn wir hinlaufen, rührt es sich und hoppelt weg“, erzählt die 28-Jährige. „Aber es blieb still sitzen, hat sich überhaupt nicht bewegt.“

Die junge Frau, die als Kind selbst Kaninchen hatte, ging in die Hocke und begann vorsichtig, den Mümmelmann zu streicheln. Der ließ sich das gerne gefallen. „An seinen Ohren habe ich erkannt, dass er krank ist. Die waren völlig verklebt.“ Sie hob das Tier hoch, es schmiegte sich sogar in ihren Arm, den Bauch nach oben. „Ich habe es dann wie ein Baby die etwa anderthalb Kilometer nach Hause getragen, das hätte sich ein Wildkaninchen nie gefallen lassen.“

Daheim setzte die 28-Jährige das Tier in die Badewanne – weil sie keine Box hatte. Als sie ihm Wasser, Salat und Äpfel hinlegte zeigte sich, wie ausgehungert das Kaninchen war. „Es hat ohne Ende gefressen, nicht aufgehört.“

Am nächsten Tag versuchte Ramona Spitzer auf Facebook herauszufinden, ob der Mümmelmann vermisst wurde – ohne Erfolg. Von einer Bekannten erhielt sie aber den Tipp, sich doch an die Tierfreunde Brucker Land zu wenden und ihnen den Fund in die Tierauffangstation in Überacker zu bringen.

Dort nahm Heidi Minderlein, die Vorsitzende der Tierfreunde, das Kaninchen in Empfang. Bei der Tierärztin zeigte sich dann, wie schlecht es ihm ging: Es war abgemagert und ausgetrocknet, die Krallen waren extrem lang, die Ohren total vereitert, es hatte starke Schmerzen. Sofort bekam es eine Infusion und Schmerzmittel, die Ohren wurden gereinigt und die Krallen geschnitten.

In der Tierauffangstation erholt sich der Bock jetzt von seinen Leiden. Es wird noch eine weile Dauern, bis er wieder ganz auf dem Damm ist und ein neuer Platz für ihn gesucht werden kann. „Ich vermute, dass das Kaninchen ausgesetzt worden ist“, erklärt Heidi Minderlein. Die langen Krallen zeigten, dass es keinen Auslauf hatte und wahrscheinlich in einem engen Stall gehalten worden war. Die Tierfreunde-Chefin kann es nicht fassen: „ Wie kann man nur so verantwortungslos sein und ein Tier erst verwahrlosen und krank werden lassen und es dann seinem Schicksal überlassen?“ In diesem Zustand hätte der Nager wohl kaum eine Überlebenschance gehabt.

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