Zu Besuch in Dörfern in Togo: Veronika Gebhart führte dort Interviews und hatte viel Spaß mit den Kindern. Foto: tb

Junge Maisacherin hilft bei Projekt in Togo mit

Maisach – Veronika Gebhart (23) aus Maisach wollte nach dem Abschluss ihres Studiums der Sozialen Arbeit nicht gleich ins Arbeitsleben einsteigen. Sie wollte erst noch Erfahrungen sammeln und ein Praktikum in Afrika machen.

Die Maisacher Togohilfe mit dem togoischen Partner Aimes-Afrique ließ den Traum für die junge Frau wahr werden. Drei Monate verbrachte Veronika Gebhart in Togo und lernte die soziale Arbeit des Vereins Aimes-Afrique hautnah kennen. Nach einer Eingewöhnungsphase in Lome, Togos Hauptstadt, in der die junge Frau die Organisationsstrukturen und die Arbeitsfelder des humanitären Hilfsvereins unter der Leitung von Dr. Michel Kodom kennen lernte, durfte sie sich in einem Projekt im Landesinneren engagieren.

Gebhart bereiste mit zwei Mitarbeiterinnen von Aimes-Afrique die zehn Modelldörfer des Dorfentwicklungsprojektes „Villages Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf“, um dort mit der Dorfbevölkerung selbst die Schwerpunkte des Entwicklungsbedarfs zu definieren und festzulegen. Denn Ziel des Programms ist Hilfe zur Selbsthilfe. Den Dorfbewohnern soll nichts aufgedrängt werden, sie sollen selbst entscheiden, was sie auf die Beine stellen wollen und wie das geschieht.

Übernachtung und Verpflegung waren nicht immer ganz einfach. „Ich habe ein paar Kilo verloren“, erzählt die schlanke 23-Jährige mit einem Schmunzeln. Doch das tat ihrer Begeisterung keinen Abbruch. Mit Hilfe eines Fragebogens erfasste sie die Interviews mit den Dorfbewohnern wissenschaftlich. Die Auswertung konnte Gebhart nicht mehr unterstützen, da ihre Aufenthaltsdauer zu Ende ging.

Von Michel Kodom bekam die Maisacherin eine Praktikumsbescheinigung. Noch mehr freute sich Veronika Gebhart aber über die Ehrenurkunde als Dank für ihren Einsatz beim Verein Aimes-Afrique.  tb

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