Baurecht wird geprüft

Kinderhaus im Gewerbegebiet?

Maisach – Ein freistehendes Areal an der Frauenstraße 18 könnte Standort für ein neues Kinderhaus sein. Könnte. Denn vorher sind noch viele Prüfungen notwendig.

 Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dass zumindest einmal untersucht werden soll, welches Baurecht dort möglich wäre. Das Areal ist in Privatbesitz. Weil aber die Gemeinde aus eigenem Interesse die Ergebnisse auf dem Tisch haben möchte, beteiligt sie sich an den Gutachterkosten. Maisach zahlt die Hälfte: rund 6500 Euro.

Der Betrieb auf dem Gelände wurde aufgegeben. Seitdem steht die Fläche leer. Die Gemeinde könnte sich vorstellen, dort ein Kinderhaus zu bauen. Denn im Süden Maisachs wird man demnächst mehr Betreuungsplätze anbieten müssen. Der Betrieb im Westen, in dem Wellpappe hergestellt wird, dürfte da laut Bürgermeister Hans Seidl (CSU) kein Hindernis darstellen. Die im Osten angrenzende Wohnbebauung auch nicht.

Am ehesten wird wohl der Lärm von der nahen Bahnstrecke Probleme bereiten. Wie hoch die Emissionen wirklich sind, soll ein Gutachten zeigen.

Der zweite Grund, der das etwa 3700 Quadratmeter große Areal für die Gemeinde interessant macht, ist der nahe Bahnhof. Denn die Kommune will einen direkten und öffentlichen Zugang von der Frauenstraße zum Bahnsteig. „Das wäre ein großer Vorteil für die Mitarbeiter im Gewerbegebiet“, sagt Bürgermeister Hans Seidl (CSU) auf Tagblatt-Nachfrage. Und Angestellte mit Kindern könnten ihre Sprösslinge gleich auf dem Weg in die Arbeit in der neuen Kita abgeben. Auf dem Grundstück wäre genug Platz für Bahnzugang sowie Kinderhaus samt großer Außenfläche.

Die Untersuchung soll aber auch zeigen, welche anderen Möglichkeiten es auf dem Areal gäbe. Fest steht: Beide bisherigen Nutzungen – also im Osten der Wohnbau, im Westen das Gewerbe – müssen geschützt und erhalten werden. Neuer Wohnbau auf dem freien Grundstück käme der Wellpappe-Firma in die Quere, eine weitere Betriebsansiedlung den Bewohnern der Pommernstraße.  (zag)

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