Stolz und Freude bei der Preisübergabe: die Schüler (v.l.) Melisa, Magdalena, Fynnian, Ayesha und Emma nahmen die Urkunde aus den Händen von Eva-Maria Karl (Vize-Vorsitzende der Castringius Kinder- und Jugendstiftung) entgegen. Hinten: (v.l.) die Maisacher Grundschulleiterin Christine Jung, Marion Däs von der Nachbarschaftshilfe Maisach-Egenhofen und Tina Junge, die Lehrerin der 4b.

In Maisach

Klasse heimst mit Sozialprojekt den ersten Preis ein

  • schließen

Die Klasse 4b der Maisacher Grundschule und ihre Lehrerin Tina Junge können stolz sein: Sie haben mit einem Sozialprojekt den ersten Preis im Wettbewerb „Lernen durch Engagement – Eine Klasse für sich und andere“ geholt. 

Maisach – Die Mädchen und Buben besuchen seit September 2017 regelmäßig alle zwei Wochen die Senioren in der Tagespflege der Nachbarschaftshilfe.

Mit der Auszeichnung würdigen die Castringius Kinder- und Jugendstiftung und die Stiftung Gute Tat Projekte von Kindern und Jugendlichen. Im Unterricht sollen sich die Heranwachsenden für das Gemeinwohl engagieren – sei es im kulturellen, gesellschaftlichen, ökologischen oder sozialen Bereich. Die Verbindung von Unterricht und Ehrenamt führe zu einer „handlungsorientierten Wissenvermittlung für die Schüler“. Zugleich öffne sich die Schule in ihr kommunales Umfeld.

Was sich theoretisch recht kompliziert anhört, ist in der Praxis ganz einfach: Die – damals noch – 3b machte sich erstmals 2017 auf den Weg in die Nachbarschaftshilfe. Und besucht seitdem die Senioren dort alle 14 Tage regelmäßig. Lehrerin Tina Junge nimmt immer nur eine kleine Gruppe von Schülern mit, damit sich alle gut aufeinander einlassen können. Die anderen Mädchen und Buben bleiben in der Schule bei Lernassistentin Andrea Brunner: „Ohne sie wäre das Projekt nicht möglich“, bedankt sich Tina Junge bei ihrer Vertreterin.

Angekommen in der Tagespflege steht dann jedes Mal etwas anderes auf dem Programm – und zwar fächerübergreifend: Bei Würfel- und Bingospielen geht es um die Mathematik, Vorlesen und Geschichten erzählen hilft im Deutschunterricht weiter, Bewegungsspiele dienen den Senioren zur Förderung ihrer Motorik und schaffen für die Kinder die Brücke zum schulischen Sportunterricht. Das Spiel „Stadt, Land, Fluss“ passt bestens zum Heimat- und Sachunterricht. Und Gedächtnisübungen tun Jung und Alt gut. Alle Besuche bereiten die Schüler mit ihrer Lehrerin vor.

„Die Kooperation mit der Tagespflege der Nachbarschaftshilfe läuft sehr gut“, berichtet Tina Jung. Senioren und Kinder hätten immer viel Freude bei den Treffen.

Jetzt haben sie den ersten Preis abgeräumt und damit das Preisgeld von 1500 Euro. Ein Teil davon wird für ein Treffen mit den Senioren verwendet, berichtet Tina Junge – dann darf natürlich die ganze Klasse mit. „Vielleicht gehen wir ins Café oder zum Eis essen.“ Mit dem Rest gönnen sich Schüler und Lehrerin zwei Tage im Schullandheim.

Durch eine Ausschreibung des Kulturministeriums war Grundschulleiterin Christine Jung auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und hatte Tina Junge vorgeschlagen, sich mit ihrem Klassenprojekt zu bewerben. Weitere Preisträger sind die Carl-von-Linde-Realschule München mit einem Schwimmkurs von Zehntklässlern für Flüchtlingskinder und die Jan-Amos-Comenius-Grundschule München.  zag

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ein Fest zu Ehren von Olchings einzigem Alt-Stadtrat
Georg Steer, der von allen nur „Schorschi“ genannt wird, ist ein echtes Olchinger Urgestein. Nun hat er seinen 85. Geburtstag gefeiert – zusammen mit seiner …
Ein Fest zu Ehren von Olchings einzigem Alt-Stadtrat
Videoüberwachung zur Vandalismus-Abwehr am Gymnasium geplant
Am Gymnasium in Gröbenzell könnten im nächsten Jahr Videokameras aufgestellt werden. Damit reagieren die Verantwortlichen auf Vandalismus.
Videoüberwachung zur Vandalismus-Abwehr am Gymnasium geplant
Zimmerermeister erhält Auszeichnung
 Mit der goldenen Ehrennadel wurde der Adelshofener Zimmerermeister Wolfgang Weigl (59) vom Landesinnungsverband ausgezeichnet. 
Zimmerermeister erhält Auszeichnung
Aus für Kult-Wirtschaft - Betreiber-Ehepaar von Kosten überrollt: „Ganzes Herzblut hineingesteckt“
Die Steiners und ihre Holledau: Sie waren eine Institution in Germering. Fast vier Jahrzehnte bewirtete das Ehepaar seine Gäste an der Friedenstraße. Doch jetzt ist …
Aus für Kult-Wirtschaft - Betreiber-Ehepaar von Kosten überrollt: „Ganzes Herzblut hineingesteckt“

Kommentare