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Kleingewerbegebiet bei Gernlinden wächst weiter

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Von: Helga Zagermann

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Das Rathaus in Maisach.
Das Rathaus in Maisach. © Weber

Das neue Gewerbegebiet an der Staatsstraße bei Gernlinden ist voll. Alle Plätze sind auf dem Papier längst vergeben.

Maisach – Das Areal wird sogar größer als ursprünglich geplant. Deswegen ist der Maisacher Gemeinderat mit einer weiteren Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans beschäftigt.

Geplant wird für eine Firma, die von Gröbenzell nach Gernlinden zieht, auf ein Grundstück an den Bahngleisen, westlich anschließend an das bereits entstehende Gewerbegebiet. Dabei gibt es zwei Probleme: Das Landratsamt als Aufsichtsbehörde hätte wegen der Wandhöhe des neuen Gebäudes von bis zu zwölf Metern gerne viel mehr öffentliches Grün am Rand des Areals; und wegen der dort ansässigen geschützten Feldlerche braucht es 1000 Quadratmeter mehr Ausgleichsflächen als gedacht.

Auch Planerin Marion Linke sprach sich deutlich für eine raumfüllende Randbegrünung aus. Im Plan stehen nun nur fünf Meter, für je die Hälfte muss die Firma und die Gemeinde sorgen. Angedacht war ein Zehn-Meter-Streifen, doch laut Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hat es seitens der Firma Phytron keine Bereitschaft gegeben, „einen fünf Meter breiten Streifen zu Baulandpreisen als Grünstreifen zu kaufen“. Die andere Hälfte hätte wieder die Kommune übernommen. So müsse es bei zweieinhalb Metern mal zwei (von Unternehmen und von Gemeinde) bleiben. Problem ist dabei laut Seidl auch, dass die Gemeinde für einen breiteren Grünstreifen an dem neuen Gewerbegebiet generell gerne mehr Flächen vor Ort erwerben würde, derzeit von Privat aber kein Grund verkauft wird. Maisachs Bauamtsleiterin Petra Endres geht aber davon aus, dass das Landratsamt mit dem insgesamt fünf Meter breiten Grün „murrend mitgehen wird, es geht eh nicht anders“.

Zehn Betriebe werden in dem Gebiet an der Staatsstraße 2345 Platz finden. Die Bauanträge werden laut Endres nun nach und nach im Rathaus landen: „Im Frühjahr wird es dort baumäßig rundgehen.“

Die Erschließung ist abgeschlossen, im Süden steht bereits eine Halle. Neben der Integrierten Leitstelle, die von Bruck nach Gernlinden zieht, kommen regionale Firmen unter. Der Platz an den Gleisen, der für Container Huber angedacht war, geht nun an das Unternehmen Tyrolit, das seinen Standort an der Maisacher Frauenstraße aufgibt. Westlich schließt sich dann Phytron an.

Gegen drei Stimmen gingen die Planungen für die Firma Phytron durch. Heike Demant (Grüne) ärgerte sich, dass das Unternehmen herziehe, aber nicht genug Grund für einen notwendigen Grünstreifen kaufen wolle. Und Planerin Linke erinnerte den Gemeinderat daran, dass er künftig bei Gewerbebebauung immer einen Anteil an Gründächern festsetzen solle: „Zwingen Sie die Leute in die Dachbegrünung.“ Photovoltaikanlagen brauche man nicht mehr zu fordern, das mache jeder wegen der Zuschüsse freiwillig.

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