So könnte es aussehen: Die Gemeindeverwaltung hat eine Fotomontage angefertigt. 

Am Rathaus

Das könnte der neue Standort des Maisacher Maibaums sein

Der Maibaum steht an der Hauptstraße vor dem ehemaligen Gasthaus Schlammerl. Das könnte sich bald ändern.

Maisach–   Zwar waren die Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins D’Maisachtaler, die sich auch um diesen Teil der Brauchtumspflege kümmern, noch im Jahr 2010 gegen eine Verlegung des Standorts gewesen. Doch jetzt sieht es anders aus. Der Verein kann sich vorstellen, den Maibaum künftig am Rathausplatz aufzustellen.

Vor sieben Jahren gab es erste Überlegungen – damals im Zusammenhang mit dem neuen Rathausplatz. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hatte dafür geworben, den Maibaum vor das Rathaus zu stellen. Inzwischen kann er noch mehr anbieten: Nämlich dass direkt neben Rathaus und Vorplatz das neue Gemeindezentrum entsteht – mit einem überdachten Veranstaltungsraum, falls das Wetter beim Maibaum-Aufstellen nicht mitspielt. Strom- und Wasseranschlüsse sowie Platz für eine Bühne seien auch vorhanden.

Christa Turini-Huber ist Vorsitzende der Maisachtaler und zugleich für die CSU im Gemeinderat. Sie sagte in der jüngsten Sitzung des Kommunalparlaments, dass die Mitgliederversammlung des Vereins bereits im September einen Standort zwischen Rathaus und Gemeindezentrum positiv bewertet habe. „Bisher müssen wir immer die Hauptstraße sperren lassen, das würde dann wegfallen.“

Der Gemeinderat hatte zwei Flächen zur Wahl. Er entschied sich für den Grünstreifen zwischen Rathaus und Gemeindezentrum. Stefan Pfannes (CSU) sagte, dieser Standort werde dafür sorgen, dass sich eine „optische Einheit“ ergebe. Seidl ergänzte, dass man dort den Baum auch noch von der Hauptstraße sehen könne. Das überzeugte Josef Hutter (Freie Wähler) nicht: Ein Maibaum müsste direkt in der Mitte eines Ortes stehen, wo ihn jeder sehen könne, meinte er.

Außerdem wäre es möglich, den Maibaum zwischen Rathaus und das gemeindliche Gebäude an der Kirchenstraße 1 zu stellen, auf den Grünstreifen an den Parkplätzen. Das gefiel dem Gemeinderat nicht.

Mit dem genauen Standort geht Turini-Huber nun zu den Vereinsmitgliedern, zur endgültigen Entscheidung. Nur Hutter und Ursula Geßner (Grüne) hatten gegen den neuen Maibaum-Platz gestimmt.

von Helga Zagermann

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