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Die Mannschaft der Maisacher CSU für die Kommunalwahlen am 15. März 2020: (sitzend v.l.) Hans Seidl, Silvia Heitmeir, Gabriele Rappenglitz, Christian Kemether, Christa Turini-Huber, Tobias Ottillinger, Florian Scharte, Stefan Pfannes, Gabriele Loder, Max Schmid, (stehend v.l.) Stefan Fleischmann, Dominik Westermair, Evi Huttenloher, Ferdinand Huber, Werner Feiler, Hannes Haschka, Claudia Huber, Leonhard Hainzinger, Martina Brunner, Xaver Hirsch junior, Andreas Moser, Johann Buchfelner und Roland Müller. Auf dem Foto fehlt: Magdalena Kiener.

Bürgermeisterkandidat bestimmt und Gemeinderatsliste gewählt

Maisachs CSU ist bereit für die Kommunalwahlen 2020

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Die erste Mannschaft im Landkreis für die Kommunalwahlen im März 2020 ist komplett gewählt: Maisachs CSU hat ihren Rathauschef Hans Seidl zum Kandidaten bestimmt und die Anwärter für Sitze im Gemeinderat festgelegt.

Maisach – Dass der amtierende Rathauschef Seidl seine Arbeit fortsetzen will, war bekannt. Und dass es keine anderen Kandidaten für den Bürgermeisterposten gibt keine Überraschung. Der 55-Jährige wurde dann auch klar gewählt: Er bekam 41 Ja-Stimmen von den 42 anwesenden Mitgliedern.

Zuvor hatte Seidl in einem Rundumschlag die Erfolge der vergangenen Jahre präsentiert, aber stets von „wir“ gesprochen, also nicht nur sich, sondern seine Fraktion und den Gemeinderat gelobt. Maisach habe sich „zu einer der leistungsstärksten, sozialsten, innovativsten Gemeinden weiterentwickelt“. Dass der umtriebige Mann an der Spitze es dem Gemeinderat nicht immer leicht macht, sagte Ratsmitglied Evi Huttenloher: „Kaum hat man ein Projekt abgearbeitet, zaubert er das nächste aus dem Hut.“ Seidl habe eben genaue Vorstellungen, lasse sich nicht verbiegen und wolle nicht „everybody’s darling“ sein. Nach erfolgter Wahl bekam der Rathauschef von ihr dann einen Hut geschenkt.

24 Sitze im Maisacher Gemeinderat

Im Maisacher Gemeinderat sitzen 24 Volksvertreter, dazu kommt der Bürgermeister. Von den 24 Plätzen besetzt die CSU derzeit zehn. Neben Seidl, der nicht nur Bürgermeisterkandidat ist, sondern auch den Platz 1 auf der Gemeinderatsliste bekam, treten acht Ratsmitglieder wieder an. Silvia Heitmeir, Gabriele Rappenglitz, Christian Kemether, Christa Turini-Huber, Stefan Pfannes und Evi Huttenloher bekamen einen Platz recht weit vorne. Vize-Bürgermeister und Volksfestreferent Roland Müller begnügte sich mit Platz 24. Der 71-Jährige sagte, er führe seine Arbeit gerne fort, wenn der Wähler das wolle. Feuerwehrreferent Leonhard Hainzinger findet sich auf Position 17.

Xaver Hirsch und Josef Strauß hören auf

Zwei CSU-Ratsmitglieder beenden ihre Arbeit aus Altersgründen: Xaver Hirsch und Josef Strauß, Letzterer nach mehr als 40 Jahren im Gemeinderat.

Der erste Neuling taucht auf Platz 6 auf: Tobias Ottillinger, 32, Lehrer aus Überacker, „Mitglied in nahezu jedem Verein in Überacker – außer im Maderlverein“, wie er sagte. Eine Position darauf folgt Florian Scharte. Der 34-jährige Bankkaufmann aus Germerswang war bereits 2014 angetreten, aber hatte es vom damaligen Platz 15 aus nicht ins Gremium geschafft.

Zu den Neuen und Jungen zählen auch Stefan Fleischmann (33, Zimmerer aus Gernlinden), Dominik Westermair (23, Elektrikmeister aus Gernlinden), Ferdinand Huber (26, Offizier aus Maisach) und Johann Buchfelner (30, Sparkassenbetriebswirt aus Malching). Mit Finanzen kennt sich auch Andreas Moser aus, Schatzmeister im Ortsverband und auf Platz 23 zu finden.

Frauenpower ist ein Import aus Emmering

Gabriele Loder, Ortsvorsitzende der Frauenunion, findet sich wie schon 2014 auf der Liste, genauso Martina Brunner. Neue Frauenpower soll Magdalena Kiener (Platz 20) bringen. Die 31-Jährige konnte nicht vor Ort sein, weil sie zwei Tage vor der Nominierungsversammlung ihr drittes Kind auf die Welt gebracht hatte. Die Grundschullehrerin saß bereits neun Jahre lang im Gemeinderat Emmering, musste dort nach ihrem Umzug aus Überacker aber ausscheiden. Achte Frau auf der Liste ist Claudia Huber auf Platz 14.

Neu auf der Liste ist noch Werner Feiler. Der 61-Jährige war Polizei-Vizepräsident in München und sagte, er wolle sich jetzt, in der Rente, in der Kommunalpolitik engagieren. Max Schmid (63) dürfte vielen bekannt sein, weil er sich in verschiedenen Gremien für Menschen mit Einschränkungen einsetzt. Auch Hannes Haschka (56), Chef des Faschingszugs in Gernlinden, dürften die meisten kennen. Und Xaver Hirsch junior möchte von Platz 16 aus für seinen Vater in den Gemeinderat nachrücken.

Liste im Überblick

1. Hans Seidl, 2. Silvia Heitmeir, 3. Gabriele Rappenglitz, 4. Christian Kemether, 5. Christa Turini-Huber, 6. Tobias Ottillinger, 7. Florian Scharte, 8. Stefan Pfannes, 9. Gabriele Loder, 10. Stefan Fleischmann, 11. Dominik Westermair, 12. Evi Huttenloher, 13. Werner Feiler, 14. Claudia Huber, 15. Max Schmid, 16. Xaver Hirsch junior, 17. Leonhard Hainzinger, 18. Martina Brunner, 19. Ferdinand Huber, 20. Magdalena Kiener, 21. Johann Buchfelner, 22. Hannes Haschka, 23. Andreas Moser, 24. Roland Müller

Programm in Arbeit

Im Herbst soll das Wahlprogramm mit den Gemeinderatskandidaten gestaltet werden, sagte Hans Seidl. Dazu gehören auch die vier Ersatzleute Michael Feichtmeier, Josef Plabst, Alexander Lang und Stefan Kehl. Seidl nannte einige seiner Schwerpunkte: aktive Steuerung der Einwohnerstruktur, der Ort dürfe nicht zu schnell wachsen; Schaffung von Sozial- und Genossenschaftswohnungen am westlichen Ende des Maisacher Bahnhofs; Festschreibung des Flächenverbrauchs für Gewerbebetriebe auf Ackerland; kostenfreier Schwimmunterricht für Kinder; Trinkwasser vor allem in Gewerbegebieten nicht als Löschwasser nutzen; Runder Tisch der Generationen.

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