AfD-Politiker abgewählt: Rechtsausschuss-Vorsitzender Brandner muss gehen

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Das sind die Kandidaten der Maisacher SPD: (vorne v.l.) Beate Kindermann, Peter Aust (zugleich Bürgermeisterkandidat), Edda Hartmann, Michaela Wollenberg-Hodges, Michael Fiedler, Larissa Tetsch, Alfons Strähhuber, (hinten v.l.) Simone Wenhart, Margarita Poxleitner-Enger, Ingrid Eisenack, Daniel Rimpel, Waltraut Wellenstein, Bernhard März, Dieter Feix, Werner Müller, Normann Wenke, Michael Scheid und Martin Uchmann.

Nominierungsversammlung für die Kommunalwahlen

Maisacher SPD mit neuer Kraft

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Überraschungen bei der Maisacher SPD: Zwei aktuelle Gemeinderatsmitglieder treten am 15. März 2020 nicht mehr an. Dafür gibt es einen Bürgermeisterkandidaten: Peter Aust. Denn die Unabhängigen Bürger (früher Einigkeit Gernlinden) sind in der SPD aufgegangen.

Maisach – Die beiden Ratsmitglieder der Unabhängigen Bürger (UB), Peter Aust und Margarita Poxleitner-Enger, sind von allen Fraktionen umworben worden. Doch sie wählten die SPD. Aust tritt für die Sozialdemokraten gar als Bürgermeisterkandidat an – obwohl er zu Jahresbeginn eine weitere Kandidatur auf das Spitzenamt nach 2008 und 2014 noch ausgeschlossen hatte. Damals war aber auch das Ende der UB noch nicht öffentlich. Jetzt steigt der 49-jährige Forstwirt gestärkt durch die SPD doch erneut in den Ring.

Aust sitzt seit 18 Jahren im Gemeinderat. Er engagiert sich im Spielplatzverein, Kartell, Burschen- sowie Gartenbauverein und bei der Feuerwehr. Er wolle weiter für Bäume kämpfen, sagte Aust: „Maisach ist eine der waldärmsten Gemeinden im Landkreis.“ Wichtiges Ziel sei zudem bezahlbarer Wohnraum – dieses Thema wurde auch von fast allen Gemeinderatskandidaten genannt.

Norman Dombo und Ric Unteutsch treten nicht mehr an

Die beiden aktuellen Ratsmitglieder Norman Dombo und Ric Unteutsch treten aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr an, Alfons Strähhuber findet sich auf Platz 24. Zur Erinnerung: 2014 schaffte es der umtriebige Kulturarbeiter vom letzten Platz in den Gemeinderat.

Dritte Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein wollte Platz 8: „Wir müssen Jungen und Neuen eine Chance geben.“ Dazu gehören etwa Michael Scheid (27), der sich um eine grüne und radlerfreundliche Hauptstraße kümmern will, und Simone Wenhart: Die Erzieherin und Mutter von vier Kindern will attraktive Lebensbedingungen für Familien schaffen.

Gernlinden ist und bleibt SPD-Land

Bei der Nominierungsversammlung im Bürgerzentrum wurde klar: Gernlinden ist und bleibt SPD-Land. Viele Kandidaten kommen aus dem Ortsteil oder haben dort lange gewohnt bis zum Umzug nach Maisach. Deutlich wurde auch: Alle sind sozial engagiert. Das reicht von Tafel-Chef Normann Wenke über die Asylhelferkreis-Leiterin Ingrid Busl bis hin zu Maud Tenhumberg, die die Schulweghelfer in Gernlinden auf die Beine gestellt hat. Aus dem Engagement anderer Kandidaten ergeben sich Ziele wie Integration, Inklusion und Barrierefreiheit.

Elf Frauen kann die SPD aufbieten. Das Reißverschlusssystem klappt erst ab Platz 23 nicht mehr.

Ortschef Bernhard März sagte, man kämpfe „mit Herz und Verstand für Maisach“. Und Strähhuber gab als Ziel aus, mindestens die vier Plätze im Gemeinderat zu halten.

Die Reihenfolge auf der Liste:

1. Peter Aust, 2. Ingrid Busl, 3. Bernhard März, 4. Ingrid Eisenack, 5. Michael Scheid, 6. Margarita Poxleitner-Enger, 7. Normann Wenke, 8. Waltraut Wellenstein, 9. Michael Fiedler, 10. Simone Wenhart, 11. Dieter Feix, 12. Beate Kindermann, 13. Martin Uchmann, 14. Maud Tenhumberg, 15. Daniel Rimpel, 16. Michaela Wollenberg-Hodges, 17. Andreas Gröner, 18. Larissa Tetsch, 19. Josef Kennerknecht, 20. Edda Hartmann, 21. Klaus Stanke, 22. Christine Greil, 23. Werner Müller, 24. Alfons Strähhuber. Ersatzleute sind Sylvie Stanke und Klaus Sommer.

Unter den rund 40 Anwesenden waren 16 der insgesamt 49 Maisacher SPD-Mitglieder. Aust wurde mit 14 von 16 Stimmen zum Bürgermeisterkandidat gewählt.

Die Nominierungsversammlung der Maisacher CSU war bereits im Juli. Eine Woche vor der SPD hatten die Freien Wähler Maisach und dann die Grünen ihre Kandidaten für die Gemeinderatsliste und das Bürgermeisteramt gewählt.

Jetzt wird in der Gemeinde noch darauf gewartet, ob die FDP eine Liste aufstellt - Pläne dafür gab es. 

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