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Das Maßkrugstemmen.

Tauziehen und Maßkrugstemmen

Kräftemessen auf dem Bierturnier im Maisacher Festzelt

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Bierzapfen, Darts, Tauziehen und Maßkrug-Stemmen sind die Disziplinen beim dritten Bierturnier auf dem Maisacher Volksfest. Für die ortsansässigen Vereine geht es um die Ehre und um Freibier.

Maisach – Die Hände zittern, der ganze Arm beugt sich leicht, dann wird der Oberkörper nach hinten geworfen und die Hand wird mit dem Knie abgestützt, die Gesichter werden rot und die Zähne gezeigt vor Anstrengung – und alles wegen einer Maß Bier, die über ein Absperrband gehalten werden muss.

Anmeldungen für das Maisacher Bierturnier am Limit

Das Festzelt war am Dienstagabend gut gefüllt. Viele Besucher wollten das Bierturnier live erleben.

Wo man solche Bilder sehen kann? Auf dem Maisacher Volksfest und zwar wenn wieder das Bierturnier stattfindet. Das dritte Mal gibt es die Veranstaltung jetzt schon. Jedes Mal am Tag der Vereine dürfen sich deren Mitglieder aus den jeweiligen Gemeindeteilen miteinander messen. Heuer war die Zahl der Anmeldungen sogar über dem Limit, erzählt Michael Schweinberger, Chef der Brauerei Maisach. Der Spielmodus gibt acht Plätze her, zehn Mannschaften wollten jedoch mitmachen. Für Schweinberger ein Beweis, dass das Bierturnier angenommen wird: „Das ist schon eine Steigerung.“ Bei der Premiere waren es beispielsweise nur sechs Mannschaften. Dazu war am Dienstagabend das Bierzelt auch mit übrigen Besuchern gut gefüllt für einen Wochentag.

Zum allerersten Mal dabei war etwa der SC Malching. Die Fußballer haben einen Trupp tapferer Recken entsendet, auf Vorschlag des Vorstandes sei man hergekommen, erzählt Matthias Furtner. Der 17-Jährige ist von seinen Kameraden für die erste Disziplin des Turniers ausgewählt worden – das Maßkrug-Stemmen. „Die haben einfach gesagt, ich soll das machen“, sagt Furtner lachend. Die Vereine sehen das Turnier natürlich als das, was es ist: ein schöner Abend, ein Wiedersehen mit Bekannten.

Dabeisein ist alles beim Maisacher Bierturnier

Richtig vorbereitet auf die verschiedenen Disziplinen, neben Maßkrug-Stemmen noch Darts, Tauziehen und Bierzapfen hat sich natürlich keiner. Es gibt gegenseitige Frotzeleien und es wird gelacht. „Dabei sein ist alles. Es ist halt eine Gaudi“, sagt auch Stefan Schalk. Vorstand bei der Freiwilligen Feuerwehr Überacker. Er und noch fünf seiner Feuerwehr-Kollegen müssen später am Abend beim Tauziehen gegen die Jungs vom SC Malching ran. Vor allem wolle man gegen die anderen Vereine aus der eigenen Ortschaft gewinnen, sagt Schalk, da sei die Rivalität am Größten. „Mit Germerswang hat man ja nix zu tun.“ Die Überackerer sind stark vertreten mit drei Vereinen, der größte Gemeindeteil Maisach nur mit einem. „Weil die Wettbewerbe immer Kraftwettbewerbe sind“, sagt Schalk augenzwinkernd dazu.

Das Tauziehen beim Maisacher Bierturnier

Ein Wettbewerb, bei dem man Schmackes braucht, ist heuer erstmals dabei: das Tauziehen. Nachdem im letzten Jahr beim Fingerhakeln zu viele wunde Hände zu beklagen waren, habe er nach einer Alternative gesucht, erzählt Schweinberger. Das Tau wurde aus einem Schuldepot genommen. In der Mitte des Bierzeltes wird also eine Gasse freigeräumt und dann heißt es anpacken, ganz nahe an den Zuschauern dran, die ihre Handys zücken und Fotos machen. Die Malchinger verlieren gegen die Feuerwehrler aus Überacker zweimal, für das Abschneiden werden dann Punkte verteilt.

Maßzapfen beim Maisacher Bierturnier

Im Finale stehen sich die zwei Besten beim Maßzapfen gegenüber: Wer in einer bestimmten Zeit am meisten sauber eingeschenkte Krüge zusammenbekommt, gewinnt das Bierturnier. Heuer widerlegt die Maisacher Feuerwehr den Spott aus Überacker und entthront die Doppel-Champions von den Stockschützen Germerswang. Dafür gibt es 100 Liter Freibier und ein Spanferkel von der Brauerei als Siegerpreis. Und nach Hause geht es dann verkehrssicher und vorschriftsgemäß, wie Vize-Bürgermeister Roland Müller süffisant von der Bühne aus mahnt: „Taxi ist da, S-Bahn ist da und zu Fuß kann man auch mal gehen.“

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