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Maisach setzt auf Kreisverkehre

Am Kleingewerbegebiet

Kreisel Nummer acht für Maisach?

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An der Staatsstraße 2345 bei Gernlinden ist ein Kleingewerbegebiet geplant. Zur Anbindung ist ein Kreisverkehr im Gespräch – das wäre dann, wenn alles gebaut ist, der achte Kreisel auf dem Weg von Esting bis nach Fürstenfeldbruck.

Maisach/Gernlinden – „Wir haben uns fast nicht getraut, wieder einen Kreisverkehr anzubieten“, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Gemeinderat. Denn am Abend zuvor war er in der Bürgerversammlung in Rottbach gefragt worden, warum es denn zusätzlich zur Anbindung der künftigen Südumfahrung auch noch einen Kreisel an der Ganghoferstraße brauche.

Im Gemeinderat verteidigte der Rathauschef Kreisel als „verkehrssicherste und zukunftsfähigste Lösung“. Daher wolle man auch das neue Kleingewerbegebiet, es liegt südlich der Staatsstraße Höhe Kiessee, mit einem Kreisverkehr anbinden.

Möglich sind drei Varianten: Auch eine Kreuzung oder eine versetzte Kreuzung („Linksversatz“) wären denkbar. Im Rathaus war anfangs Letzteres favorisiert worden – wegen des geringsten Flächenverbrauchs und der niedrigsten Kosten (geschätzt rund 360 000 Euro). Doch der damals Zuständige im Staatlichen Bauamt wollte keine versetzte, sondern lieber eine klassische Kreuzung, die daraufhin untersucht und geplant wurde. Kostenpunkt hier: rund 700 000 Euro.

Doch dann hatte die Gemeinde mit einer neuen Ansprechpartnerin in der übergeordneten Behörde zu tun – und die wollte lieber eine versetzte Kreuzung. Diese ist nun aber gar nicht machbar, wie Bauamtsleiterin Michaela Meinhold im Gemeinderat erklärte. Denn zwischen der Einmündung der Maisacher- in die Staatsstraße und der Einmündung der neuen Anbindung in die Staatsstraße müssten 60 Meter Abstand liegen. Möglich sind aus Platzgründen aber nur 46 Meter, dann beginnt das Flora-Fauna-Habitat auf dem alten Flugplatz.

Eine klassische Kreuzung halten die Gemeindevertreter für zu gefährlich. Deshalb will man dem Staatlichen Bauamt nochmals einen Kreisel antragen – obwohl der bereits einmal abgelehnt wurde. Vielleicht auch deshalb, weil sich auf dem Weg von Esting durch Maisach nach Fürstenfeld dann acht Kreisel befinden würden: der bestehende Kreisverkehr Gernlinden-Ost, dann der geplante zur Anbindung an die Südumfahrung, kurz danach der vorgeschlagene zum neuen Kleingewerbegebiet, der in Auftrag gegebene an der Ganghoferstraße, schließlich die drei fertigen Kreisel Maisach-Ost (nahe Tankstelle), an der Überackerstraße und an der Einmündung von der Frauenstraße in die Staatsstraße 2054 – und zuletzt muss ja auch noch die Südumfahrung an ihrem Westende mit einem Kreisverkehr angeschlossen werden.

„Mir wird schwindlig“, fasste das Norman Dombo (SPD) im Gemeinderat zusammen. Ihm reiche für das Kleingewerbegebiet eine normale Kreuzung. Peter Aust (Unabhängige Bürger) widersprach: Für Lastzüge sei ein Kreisel einfacher und sicherer. An Kreuzungen gebe es mehr Unfälle.

Nur Dombo stimmte gegen den Kreisverkehr. Alle anderen entschieden, dass dem Staatlichen Bauamt mit Priorität das Rondell mit 40 Metern Durchmesser vorgeschlagen werden soll. Zweite Möglichkeit wäre dann die klassische Kreuzung. Ein Geh- und Radweg würde in beiden Fällen über einen Tunnel angeschlossen. Die Fachleute müssen dann auch entscheiden, ob die Abstände zwischen den Kreisverkehren noch groß genug sind.

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