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Kritik in Bürgerversammlung am Wachstum Maisachs

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Dreifach-Halle Penzberg Turnhalle Birkenstraße
Eine Dreifach-Halle. © Andreas Baar

Bauprojekte und das Wachstum der Gemeinde waren Themen der zweiten von vier Bürgerversammlungen. Zudem ging es um das Problem der ausgereizten Turnhallenkapazitäten und die Pläne, den SC Maisach aufs Traberareal umzusiedeln.

Maisach – Zu dem Termin in der Aula der Mittelschule waren rund 50 Zuhörer gekommen. Nach Ehrungen und einem etwa einstündigen Bericht von Rathauschef Hans Seidl (CSU) gab es viele Fragen – mit den Antworten des Bürgermeisters waren einige sichtlich nicht zufrieden. Ein Wortgefecht lieferte sich Seidl mit Petra und Bernd Stadler von der TSG. Petra Stadler hatte moniert, dass die Hallenzeiten in Maisach nicht ausreichen. Ihr Verein habe deshalb angeboten, an der geplanten Kita im Bereich Frauenstraße eine Turnhalle zu bauen. Seidl sagte dazu, er mache der TSG das Angebot, das auch der TSV Gernlinden bekomme: Die Kommune stelle eines ihrer Grundstücke zur Verfügung, der Verein stemme dafür den Bau.

Bernd Stadler widersprach: Der Bürgermeister habe kein Angebot gemacht, es habe nur interne Vorgespräche gegeben. Die TSG habe Alternativvorschläge unterbreitet, weil das Projekt finanziell nicht zu realisieren gewesen wäre – zumindest nicht in der angedachten Form. „Dann haben wir nie wieder was gehört. So geht man mit Ehrenamtlichen nicht um.“

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Ein Bürger fragte nach zur Umsiedelung des SC. Er fand, die Bürger sollten besser informiert und mehr in die Planungen einbezogen werden. Seidl antwortete, die Gemeinde dürfe nicht ihre Verhandlungsposition gegenüber der Karlgruppe schwächen, indem sie Interna preisgebe. Wie berichtet, will die Kommune mit der Karlgruppe das Trabergelände gegen die jetzige SC-Fläche tauschen, auf der dann Wohnbau entstehen könnte.

Eine Frau kritisierte, die Gemeinde wachse zu schnell. Seidl antworte, vieles habe der Gemeinderat nicht in der Hand. Wenn Baurecht bestehe, dürfe man das nicht beschränken. Die Kommune versuche aber, ordnend einzugreifen und zu steuern: „Unsere Aufgabe ist, das Wachstum erträglich zu machen.“ Die Bürgerin war damit unzufrieden. Sie entgegnete: „Umwandlung von Nicht-Bauland in Bauland schreibt dem Gemeinderat niemand vor.“

Eine Absage erhielt eine Bürgerin, die Bürgerbeteiligung zu übergreifenden Themen für ganz Maisach vorschlug. Seidl sagte, dafür sei das Gemeindegebiet zu divers. So etwas funktioniere nur projekt- und ortsteilgebunden.

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