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Petition verunsichert Bevölkerung

Lindenallee: Baumschützer wollen auf Nummer sicher gehen

Verwirrung um die Allee zwischen Maisach und Überacker: Dürfen die Linden nun stehen bleiben oder nicht? Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagt: „Ja, die Bäume bleiben.“ 

Maisach – Grünen-Ortssprecher Alexander Reichert sieht das etwas anders. Man wolle sich nicht hundertprozentig auf die Aussagen von den Behörden verlassen. Zur Sicherheit haben die Grünen deshalb eine Petition an den Landtag gestartet und sammeln Unterschriften.

Schon in der Aktuellen Viertelstunde der Gemeinderatssitzung vergangene Woche war das Thema wieder aufgetaucht. Gisela Haidacher, früher lange für die SPD im Gemeinderat, hatte danach gefragt, ob nun Bäume wegen der vom Staatlichen Bauamt geplanten Leitplanken fallen müssen. Bürgermeister Seidl verneinte das. Die Behörde habe nun ein anderes Leitplankensystem für den zu sanierenden Abschnitt der Staatsstraße 2054 gefunden. Damit könne die Schutzvorrichtung auch dann vor einem Baum montiert werden, wenn der Stamm näher als einen Meter an der Fahrbahn stehe. Die Lösung sei mit der Polizei und der Verkehrsbehörde im Landratsamt abgestimmt, so Seidl.

Diese Variante war schon Mitte Juni im Spiel. Der Rathauschef betonte aber in der Gemeinderatssitzung nochmals, dass mittlerweile alles in trockenen Tüchern sei. Die Bürger müssten sich keine Sorgen um die Linden machen. Gefällt würde nur dann, wenn ein Baum krank und seine Stabilität nicht gewährleistet sei. Derzeit ist nur von einer Linde die Rede, die nicht mehr vital ist.

Die Grünen wollen ihre Petition aber trotzdem einreichen, betont Reichert. „Sicher ist sicher.“ Eine Stellungnahme der Behörden Ende Juni habe kein so positives Bild gezeichnet. Damals war noch von mehr Fällungen die Rede gewesen.

„Dass die Linden in Gefahr waren beziehungsweise sein könnten, bewegt die Menschen in Maisach und vor allem in Überacker noch immer“, so Reichert. Zudem enthalte die Petition der Grünen noch drei weitere wichtige Punkte: Gefordert werden ein Überholverbot auf der gesamten Strecke wegen der Unübersichtlichkeit der Zufahrten, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 (bei Regen Tempo 60) und regelmäßige Kontrollen der beiden Vorgaben. Unterschriften werden am heutigen Freitag auf dem Wochenmarkt in Maisach und Gernlinden gesammelt, zudem findet sich die Petition im Internet auf www.gruene-maisach.de. Ende August/Anfang September soll alles im Landtag eingereicht werden.

Bürgermeister Seidl hält nicht so viel von der Aktion: „Das führt die Bürger in die Irre. Die Linden sind gerettet. Das ist Fakt.“ helga zagermann

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