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Gabriele Stöcklein wurde 56 Jahre alt.    

Nachruf

CSU-Pressesprecherin stirbt plötzlich - es löst eine Welle der Bestürzung aus

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Gabriele Stöcklein ist tot. Die langjährige Pressesprecherin der CSU in Maisach (Bayern) starb unerwartet. Ihr Tod hat eine Welle der Bestürzung ausgelöst.

  • Gabriele Stöcklein ist tot.
  • Die 56-Jährige starb nach einer Krebsoperation.
  • Ihr Tod kam dennoch überraschend - und hinterlässt viel Schmerz und Trauer.

Gernlinden –  „Wir sind sehr traurig“, sagt Petra Seidl. Die Gattin des Maisacher Bürgermeisters und enge Freundin der Verstorbenen hat schweren Herzens deren Nachfolge in Sachen Öffentlichkeitsarbeit angetreten. Gabriele Stöcklein wurde nur 56 Jahre alt.

Als Gabriele Hausner 1963 in Aubing geboren, war der leidenschaftlichen Leseratte früh klar, dass ihr Berufsleben mit Büchern zu tun haben sollte. Sie machte nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zur Buchhändlerin und arbeitete später in der Werbe- und Vertriebsabteilung eines Fachverlags. Mit ihrem damaligen Mann zog Gabriele Stöcklein in den Brucker Landkreis.

1993 kam Sohn Fabian zur Welt. Bereits zwei Monate nach der Geburt arbeitete die junge Mutter vom Home Office aus schon wieder für den Münchner Verlag. Später machte sie sich als Immobilienmaklerin selbstständig, bevor sie als Geschäftsleitungsassistentin für Unternehmen in Emmering, Olching und München tätig war.

Gabriele Stöcklein (CSU): Bücher waren immer ihr Begleiter

Privat blieben Bücher ihre Begleiter, am liebsten solche, die zum Nachdenken anregten – „jedenfalls keine Krimis oder Rosamunde-Pilcher-Romane“, wie ihr Lebensgefährte Robert Tegtbüring betont. 15 Jahre waren die beiden alt, als sie sich kennenlernten. Für beide war es die erste große Liebe. Drei Jahre blieben sie zusammen, bevor sich in aller Freundschaft die Wege trennten.

Doch aus den Augen verloren sie sich nie. Man schrieb sich zum Geburtstag und zu Weihnachten, traf sich alle Jubeljahre mal auf einen Kaffee. Daraus wurde mehr, als beide nach langjährigen Ehen wieder solo waren. „Wir haben uns häufiger gesehen, und plötzlich war alles wieder da“, erzählt Robert Tegtbüring.

Gabriele Stöcklein (CSU): Sie war mit ihrer ersten großen Liebe zusammen

Seit fünf Jahren waren er und Gabriele Stöcklein wieder ein Paar. Sie liebten es, am Wochenende gemeinsam Ausflugsziele anzusteuern, vornehmlich Kulturdenkmäler oder Kirchen. Denn Gabriele Stöcklein interessierte sich sehr für Kunstgeschichte und Architektur. „An einer Kirche vorbeikommen und nicht hineingehen – das ging gar nicht“, erzählt ihre jüngere Schwester Isabell Merkl. Der Vater hatte es verstanden, den beiden schon im Kindesalter die Schönheit sakraler Gebäude nahezubringen. Wenngleich Gabriele Stöcklein keine regelmäßige Gottesdienstbesucherin war, so nahm sie sich doch in jeder Kirche Zeit für ein Gebet.

Gabriele Stöcklein (CSU): Ein engagiertes Energiebündel bei allem, was sie tat

So engagiert wie in ihre Arbeit stürzte sich das Energiebündel auch in das Ehrenamt im Maisacher CSU-Vorstand. 2008 und 2014 kandidierte sie für den Gemeinderat. Als Beisitzerin im Vorstand schätzte man ihre offene, freundliche Art, ihre Korrektheit und die untadelige Ordnung, mit der sie ihre Unterlagen führte.

Die gesundheitlichen Probleme, mit denen Gabriele Stöcklein zuletzt zu kämpfen hatte, packte sie genauso zuversichtlich an wie alles in ihrem Leben. Und tatsächlich ging es nach einer Krebsoperation wieder aufwärts. Die 56-Jährige war auf Reha und freute sich auf einen Besuch ihres Lebensgefährten. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Aus heiterem Himmel traten Komplikationen auf. Sie beendeten Gabriele Stöckleins Leben innerhalb weniger Tage. 

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