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Die Feuerwehren in Maisach bekommen einen hauptamtlichen Gerätewart.

Es sind noch nicht alle Fragen geklärt

Gerätewart unterstützt Feuerwehren

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Die sechs Feuerwehren in Maisach bekommen bald Hilfe von einem hauptamtlichen Gerätewart. Er soll die Ehrenamtlichen entlasten. Das lässt sich die Gemeinde rund 56 000 Euro pro Jahr kosten.

Maisach– Ein hauptamtlicher Gerätewart ist in Maisach schon länger im Gespräch. Jetzt hat der Gemeinderat einstimmig den nötigen Beschluss gefällt. Zwar sind trotz intensiver Vorarbeiten der Verwaltung und Gesprächen mit den Kommandanten noch einige Fragen offen, doch die Stelle soll schon bald ausgeschrieben werden.

Die Einsatzzahlen würden stetig steigen, sagte Rathaus-Amtschef Peter Eberlein. Daher brauche man eine Entlastung. Der Hauptamtliche soll zum Beispiel kleinere Reparaturen an Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern durchführen, sich um TÜV und Werkstattfahrten kümmern, Geräteprüfungen abwickeln, Schläuche waschen und prüfen, Materialien nachbestellen, das Lager verwalten und nach Einsätzen Atemschutzgeräte, Ausrüstung und Kleidung prüfen.

Es soll weiterhin ehrenamtliche Gerätewarte geben

Er soll eine abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Beruf haben und Feuerwehrmann sein, sodass er mit ausrücken kann. Denn besonders untertags, wenn viele Ehrenamtliche an ihrem Arbeitsplatz außerhalb von Maisach sind, fehlen im Ort die Einsatzkräfte. Zudem braucht er eine Maschinisten- und Gerätewartausbildung.

„Alles alleine kann eine Person nicht leisten“, betonte Eberlein. Daher setze man weiterhin auf die ehrenamtlichen Gerätewarte in den sechs Feuerwehren. Geklärt werden müsse noch, wie man die Zuständigkeiten des Hauptamtlichen von denen der ehrenamtlichen Gerätewarte abgrenzt, und wie die Vertretung im Urlaub geregelt wird. Feuerwehrreferent Leonhard Hainzinger (CSU) stellte den Antrag, die neue Stelle zu genehmigen – was der Gemeinderat dann einstimmig tat.

Der neue Gerätewart braucht auch keinen Urlaubsersatz

Gottfried Obermair (FW), dienstältester Kommandant in der Gemeinde, betonte, dass der Gerätewart ein Fahrzeug mit Ladebühne brauche und bei den Übungen dabei sein müsse. Ric Unteutsch (SPD), früher Kommandant in Gernlinden, gab zu bedenken, dass man den Hauptamtlichen nicht mit Aufgaben zuschütten dürfe. Wenn er bei jeder Übung dabei sein müsse, bleibe zu wenig Zeit für die laufende Arbeit. Eine Vertretung im Urlaub brauche es eher nicht, das könnten die Feuerwehren unter sich regeln: „Wir hatten jetzt 100 Jahre keinen hauptamtlichen Gerätewart.“

Peter Aust (UB) sagte, die Gemeinde müsse jetzt „einen engagierten Menschen mit so viel Wissen finden“. Das werde sicher einfacher, wenn man ihm eine bezahlbare Wohnung in der Gemeinde anbieten könne.

Die ehrenamtlichen Gerätewarte bekommen eine Aufwandsentschädigung

Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Hauptamtlichen war in Gesprächen mit den Kommandanten von Maisach, Gernlinden, Rottbach, Überacker, Germerswang und Malching festgelegt worden. Die Führungsspitze war sich auch einig, dass die ehrenamtlichen Gerätewarte in den sechs Feuerwehren weiterhin dringend gebraucht werden. Sie bekommen eine monatliche Aufwandsentschädigung – je nach Aufwand im Ortsteil von 20 bis 190 Euro.

Noch geklärt werden muss, ob der Hauptamtliche bei allen sechs Feuerwehren mit ausrücken soll – und ob das rechtlich überhaupt zulässig ist. Diese Frage wird die Kreisbrandinspektion der Regierung stellen.

Außerdem stellt die Gemeinde Maisach mehr Geld für die Führerschein-Ausbildung von Feuerwehrleuten zur Verfügung. 

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