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Wegen des Bau-Booms: Maisach gibt sich ein Konzept zum Schutz der Bäume

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Von: Helga Zagermann

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Ein blühender Kirschbaum. © Symbolfoto: Götzfried

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hat mit einhelliger Zustimmung des Gemeinderats seinen Antrag durchgesetzt, dass für den Hauptort Maisach ein Baumschutz-Konzept erarbeitet wird.

Maisach – Er hatte das Thema schon in der diesjährigen Bürgerversammlung in Maisach angesprochen. „Wir stehen vor einem ähnlichen Wendepunkt wie Ende der 1990er-Jahre in Gernlinden“, sagte Seidl. Damals sei der Druck der Nachverdichtung im Ortsteil sehr groß gewesen, der damalige Gemeinderat habe daraufhin eine Baumschutzverordnung für Gernlinden eingeführt. Für diesen Ortsteil sei rechtzeitig gehandelt worden, jetzt müsse das auch für Maisach geschehen.

Mangel an Wohnraum

Es gebe innerhalb der Großgemeinde zur Zeit vor allem im Hauptort Maisach aus Mangel an Wohnraum und aufgrund explodierender Baulandpreise einen hohen Nachverdichtungsdruck. Ergebnis sei ein immer höherer Grad an Versiegelung. Für Bäume und Sträucher und Grünflächen sei dann nicht mehr viel Platz.

Nun soll die Verwaltung Vorschläge vorlegen, wie die Grünstruktur in Maisach zu erhalten ist und zukünftig gestaltet werden soll. Dazu soll auch eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden.

Die Größe der Grünflächen

Seidl hat genaue Vorstellungen. Nach dem Vorbild des Neubaugebiets Maisach-Ost sollen künftig folgende Vorgaben gelten: Bei neuen Wohnbaugebieten muss der Anteil der Erschließungsflächen mindestens 29 Prozent betragen. Von diesen 29 Prozent sollen mindest 45 Prozent für Grünflächen reserviert sein, der Rest bleibt dann für die eigentlichen Erschließungsflächen.

Mit dem Verweis auf die kürzlich erfolgte Neugestaltung an der Ganghofer Straße in Gernlinden schlägt der Rathauschef zudem eine Regel für Gewerbegebiete vor. Hier sollen bei Neuausweisungen über den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil hinaus Grünflächen entlang von öffentlichen Straße geschaffen werden: 1,2 Prozent des Gesamtareals.

Geprüft werden soll auch, welche Baumarten bei immer längeren Trockenheitsperioden gut durchhalten. Geht es nach Seidl, sollen künftig auf Gemeindeflächen nur „starke Bäume“ gepflanzt werden. Verkümmerte Bäume müssten ausgetauscht werden.  

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