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Maisach 

Das E-Auto zum Ausleihen kommt

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Lange hat man in Maisach diskutiert, ob sich ein Car-Sharing-Anbieter mit E-Autos oder mit konventionellem Motor ansiedeln soll. Jetzt kommen beide zum Zug. 

Maisach – Das E-Auto wird am Rathaus stationiert. Für das benzin- oder dieselgetriebene Fahrzeug ist dagegen noch keine Entscheidung über den Standort gefallen.

Wie Rathaus-Geschäftsführer Peter Eberlein im Gemeinderat ausführte, seien beide Angebote interessant. Das von der Firma E-Wald angebotene E-Auto sei idealerweise am Rathaus zu stationieren, da hier eine Lademöglichkeit vorhanden sei und das Auto auch von den Rathaus-Mitarbeitern für Dienstfahrten verwendet werden könne. Für einen ebenfalls geplanten Standort am Bahnhof müsse man wegen der fehlenden Ladesäule auf ein Fahrzeug mit Benzin- oder Dieselmotor zurückgreifen.

Ein solches bietet die Firma Stattauto an. Diese Firma hält Eberlein deshalb für interessant, weil sie bereits in einigen Kommunen im Landkreis tätig ist und eine Nutzung über die Gemeindegrenzen hinaus möglich sei.

Hoffnung auf den Markt

Genau das sieht Gottfried Obermair (FW) kritisch. Das sogenannte Free Floating – also das Aufnehmen einer Fahrt an einem Ort und das Abstellen des Autos an einem anderen Ort – stehe in direkter Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Genau das wollen wir nicht, weil die Leute ja ihr Auto stehen lassen und auf den ÖPNV umsteigen sollen.“ Dennoch stimmte der FW-Rat letztlich auch dem Stattauto-Angebot zu – im Glauben, dass sich der Markt von selbst reguliert: „Ich denke, dass am Ende eh nur ein Anbieter übrig bleibt.“

Wohin mit dem Auto?

Strittig war der Standort für das konventionell angetriebene Auto an der Bahnhofstraße. Alfred Hirsch (FW) verwies auf den dort herrschenden Parkdruck: „Das ist ein stark frequentierter Bereich, die Leute suchen dort schon jetzt nach Parkplätzen.“ Seiner Ansicht nach solle man hier keinen Stellplatz für das Car-Sharing opfern. Er schlug eine Fläche 50 Meter weiter vor, die laut Bürgermeister Hans Seidl (CSU) aber der Bahn gehört. „Den Grund bekommen wir nicht“, sagte der Rathauschef.

Ric Unteutsch (SPD) erinnerte daran, dass das Gremium ursprünglich einen Standort in Maisach und einen in Gernlinden wollte. Doch wie Seidl erklärte, sehen beide Anbieter dafür keinen Bedarf. Gleichwohl will er noch einmal das Gespräch mit Stattauto suchen, um dem Unternehmen Gernlinden schmackhaft zu machen. Unabhängig davon beschloss der Gemeinderat einstimmig, beide Angebote zu verfolgen.

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