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Das neue gestaltete Kinderbecken lockt viele Familien ins Maisacher Freibad.

Probleme bei Ausschreibung der Arbeiten

Freibad: Umbau verschoben, Preise erhöht

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Der Eintritt ins Maisacher Freibad wird teurer. Trotzdem bleiben die Preise unter denen der Bäder in Mammendorf, Bruck und Germering. Allerdings geht die Modernisierung der Maisacher Anlage erst 2019 weiter.

Maisach – Noch vor dem Start der diesjährigen Freibad-Saison hätte der Umbau auf dem Gelände weitergehen sollen. Doch die Ausschreibung der Bauarbeiten lief nicht glatt. Deshalb wird die Attraktivitätssteigerung erst im Sommer 2019 zu erleben sein – doch schon jetzt erfolgt die Preiserhöhung.

Zwischen dem Hauptbecken und dem schon erneuerten Kinderbecken sollte eine neue Kabine für den Bademeister entstehen, außerdem waren neue Liegepodeste geplant. Für alle nötigen Arbeiten sind im Rathaus Angebote eingegangen – nur nicht für die grundlegenden Baumeisterarbeiten, wie Bauamtsleiterin Michaela Meinhold im Gemeinderat berichtete. Für eine neuerliche Ausschreibung werde nun die Zeit zu knapp. Denn am 15. Mai öffnet das Freibad wieder. Daher soll der Umbau erst nach Ende der Saison angegangen werden, also ab Mitte September.

Diskutiert wurde aber bereits jetzt, nämlich über eine neue Detailplanung. Zwischen den Liegen entlang des Hauptbeckens und der Gastronomie wird von den Verantwortlichen eine Abtrennung gewünscht. „Als Sicht- und Windschutz, wegen der Stufe auch als Fallschutz“, erklärte Freibadreferent Christian Kemether (CSU). Zwischen Wasser und Essen wolle man eine Barriere.

Debatte über Glastrennwand

Die wird aber teuer: Rund 35.000 Euro kostet die präferierte Glastrennwand mit seitlichem und oberem Abschluss aus Edelstahl. Sie soll 35 Meter lang und 1,60 Meter hoch sein. Als Sichtschutz kann eine Folie aufgeklebt werden – wobei sofort Stimmen laut wurden, dass sich diese bestimmt bald lösen werde.

Grundsätzlich wurde dem Sichtschutz zugestimmt. Nur Ursula Gessner (Grüne) votierte dagegen. Ihre seien Hecken lieber, sagte sie. Eben die sollten nach Meinung der Verantwortlichen weg, weil sie nicht ansehnlich und schwer zu pflegen sind.

Vor dem weiteren Umbau im nächsten Jahr wird schon jetzt der Eintritt teurer: weil die Preise für Einzelkarten zuletzt 2010 und die für Saisonkarten zuletzt 2012 erhöht waren worden. Im Vergleich zu Bädern in der Nachbarschaft seien die Preise noch immer moderat, so die Meinung der Verwaltung.

Erwachsene zahlen künftig vier Euro (bisher: 3,50 Euro; zum Vergleich: Mammendorf fünf Euro, Bruck 4,80 Euro, Germering 4,50 Euro). Für Kinder und Jugendliche und den Abend-/Früheintritt sind es jeweils 2,80 Euro (bisher 2,50 Euro). In Nachbarfreibädern werden hierfür 2,90 bis 3,50 Euro fällig.

Die Saisonkarte für Erwachsene kostet zehn Euro mehr und damit 70 Euro, Heranwachsende zahlen 35 statt 30 Euro. Die Familienkarte ist künftig für 130 Euro (bis dato 115 Euro) zu haben.

Erfolgreiche Saison 2017

Die Erhöhung der Eintrittspreise wird Mehreinnahmen von rund 16.000 Euro bringen. In der Saison 2017 hatte sich das Defizit des Freibads um 11.000 Euro auf rund 150.000 Euro reduziert. Durch das gute Wetter im Sommer 2017 und das verschönerte Kinderbecken konnten fast 50.200 Badegäste gezählt werden, 4800 mehr als 2016. Wegen der positiven Resonanz bleibt es auch künftig bei einer Wassertemperatur von 24 Grad.

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