Kuh neben Mobilfunkantenne
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Kuh neben Mobilfunkantenne

Maiach

Funkmast auf Kühberg derzeit alternativlos

  • Helga Zagermann
    VonHelga Zagermann
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Die Mobilfunkanlage auf dem Kühberg bei Überacker hat wieder den Gemeinderat beschäftigt.

Maisach – Auslöser war eine Anfrage einer Anwohnerin beim Betreiber, der Deutschen Funkturm. Ergebnis nach der Behandlung im Gemeinderat: Die Anlage läuft weiter wie bisher. Eine Reduzierung der Sendeleistung ist derzeit nicht geplant.

Die Anwohnerin der Fußberger Straße wollte von der Deutschen Funkturm wissen, ob der Betreiber die Sendeleistung reduzieren könnte, wenn es einen zusätzlichen Mobilfunkstandort gäbe, zum Beispiel auf dem Feuerwehrgerätehaus in Überacker. Die Antwort der Deutschen Funkturm gab die Frau an die Gemeindeverwaltung weiter. Rathaus-Amtsleiter Peter Eberlein hakte nochmals beim Betreiber nach und gab dem Gemeinderat eine Zusammenfassung.

Reduzierung der Sendeleistung?

Fakt ist: Eine Reduzierung der Sendeleistung wäre bei einem zweiten Standort möglich. „Aber das hat die Funkturm so gegenüber der Gemeinde noch nie gesagt“, betonte Eberlein. Fakt ist aber auch: Derzeit ist kein zweiter Standort nötig, die Leistung des Masts auf dem Kühberg reicht aus. Der Betrieb ist vom Gemeinderat genehmigt, weder eine Reduzierung noch ein zweiter Standort kann also eingefordert werden. Maisach werde aber beim 5G-Ausbau auf einen zweiten Standort drängen und dann das Feuerwehrhaus vorschlagen, sagte Eberlein. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) ergänzte, beim 5G-Ausbau komme der Betreiber gar nicht um einen zweiten Standort herum.

Die Anwohnerin, die in der Gemeinderatssitzung anwesend war und kurz etwas sagen durfte, war damit nicht einverstanden. Eine Reduzierung wäre „eine Erlösung für die Anwohner“. Der Gemeinderat hätte die Anlage einschränken können, wenn er die Erweiterung nicht genehmigt hätte: „Die Gemeinde hat ein Regulierungsinstrument aus der Hand gegeben.“

Der Gemeinderat stimmte dann geschlossen dafür, am Vertrag mit der Funkturm nicht zu rütteln. Doch der zweite Standort solle im Blick behalten werden. 

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