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Anwohner müssen mit Bus leben

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Von: Helga Zagermann

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Bus vor dem Landratsamt.
Bus vor dem Landratsamt. © Archiv

Wegen der Bushaltestelle an der Hugo-Brunninger-Straße in Gernlinden gibt es immer wieder Klagen. Doch viel ändern wird sich nicht.

Gernlinden – Anwohner fühlen sich durch den Lärm des laufenden Busmotors gestört, zudem führen sie die Schadstoffbelastung ins Feld. Jetzt hat sich auch der Maisacher Gemeinderat noch einmal mit der Sache beschäftigt. Ergebnis: Es kann nur wenig geändert werden.

In der Vorlage der Verwaltung zu dem Tagesordnungspunkt heißt es, die eingesetzten Fahrzeuge haben ausnahmslos Abgasstandard Euro 6. Hier sei also alles im grünen Bereich. Erklärt wird, dass der Fahrer den Motor an der Haltestelle nicht ausschalten kann. Eine Start-Stopp-Automatik sei in den Fahrzeugen nicht verbaut. Zudem funktioniere der Bordrechner und damit der Fahrkartenverkauf nur bei laufendem Motor.

Doch nach Rücksprache mit dem ÖPNV-Experten im Landratsamt, Hermann Seifert, wurde der Fahrplan der Linie 875 leicht verändert. Zwischen 6 und 14 Uhr steht der Bus beim Warten auf die S 3 nur noch sechs (statt acht) Minuten an der Haltestelle. Von 14 bis 20 Uhr sind es vier (statt fünf) Minuten. Positiver Nebeneffekt dieser Änderung ist, dass sich der Übergang am Strasserwinkel auf die Buslinie 872 von zwei auf vier beziehungsweise von zwei auf drei Minuten erhöht.

Umsteigezeit verringert sich

Die Gemeinderatsmitglieder begrüßten es, dass der Bus kürzer an der Haltestelle steht. Doch dadurch verringere sich die Umsteigezeit zwischen S-Bahn und Bus, warf Barbara Helmers (Grüne), Referentin für Mobilität im öffentlichen Raum, ein. Für alte Menschen, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen sei es dann vielleicht unmöglich, den Anschluss zu erwischen.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) griff den Einwand auf. Demnächst finde eine Fahrgastumfrage statt. Eigentlich war das für Oktober geplant, aber man wolle die Inbetriebnahme des neuen Kreisverkehrs (Anbindung des Kleingewerbegebiets) abwarten, um „normale“ Verkehrsströme zu haben. Die Befragung soll nun im November über die Bühne gehen. Und dann werde man auch fragen, wie die Fahrgäste mit den Umsteigezeiten zurechtkommen.

Der Gemeinderat fasste vorerst nur einen Beschluss: Die Haltstelle soll am jetzigen Ort bleiben. Sie wird nicht verlegt.  

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