Gottfried Obermair Fraktionschef der Freien Wähler
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Gottfried Obermair Fraktionschef der Freien Wähler

Freie Wähler peilen Posten des zweiten Stellvertreters an

Kampf um freies Bürgermeisteramt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Peter Aust (SPD) ist nicht mehr Dritter Bürgermeister von Maisach. Der Gemeinderat hat seinem Rücktrittsgesuch zugestimmt. Die Freien Wähler (FW) sind aber nicht begeistert von dem Vorschlag, den Posten bis nach der Sommerpause 2021 unbesetzt zu lassen – und das, obwohl dieser Vorschlag aus ihren eigenen Reihen kam.

Maisach – Gottfried Obermair (FW) stimmte Austs Gesuch zu – der SPD-Ortspolitiker bekommt das Ehrenamt und seinen Beruf als Forstwirt nicht unter einen Hut. Einen Seitenhieb konnte sich Obermair dennoch nicht verkneifen: „Wir hätten bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters einen Kandidaten stellen können, der die Zeit hätte aufbringen können.“ Obermair hält den Posten eines zweiten Stellvertreters in einer Gemeinde wie Maisach für wichtig. „Ich wünsche es keinem, aber wenn der Erste und der Zweite Bürgermeister ausfallen, dann kann man schnell in die Situation kommen, dass man einen Dritten braucht.“ Dieser müsse nicht aus Gernlinden sein: „Wir brauchen keine Ortspolitiker, sondern einen Dritten Bürgermeister, der für die ganze Gemeinde da ist.“ Einen solchen werde seine Fraktion bei der Neuwahl für den Posten ins Rennen schicken, kündigte Obermair schon jetzt an.

Nicht einverstanden war er damit, die Nachbesetzung auf Herbst 2021 zu verschieben. Obermair sprach von „Schachzügen, um irgendwas zu verhindern“. Er verwies darauf, dass die FW seit einigen Wahlperioden die zweitstärkste Fraktion im Gremium seien und sah darin einen Anspruch seiner Gruppierung auf den Posten. Der Posten solle im Februar 2021 neu besetzt werden.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) zeigte sich überrascht von dieser Forderung. Mit den Fraktionsvertretern sei die Nachbesetzung nach der Sommerpause besprochen: „Der nun vorliegende Vorschlag kam von Alfred Hirsch aus der FW-Fraktion“, sagte Seidl. Obermair hielt trotzdem an seinem Antrag fest. Diesen lehnte das Gremium aber knapp mit 10:12 Stimmen ab.

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