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Maisach liebäugelt mit der Einstellung eines Kulturmanagers

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Von: Helga Zagermann

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Das Rathaus in Maisach.
Das Rathaus in Maisach. © Weber

Braucht Maisach einen Kulturmanager? Mit dieser Frage hat sich der Gemeinderat beschäftigt. Auf jeden Fall soll das Veranstaltungsprogramm neu ausgerichtet werden.

Maisach – Der Antrag von Kulturreferent Stefan Pfannes (CSU) ist inhaltlich und finanziell weitreichend: Er hatte dem Gemeinderat vorgeschlagen, das Kulturprogramm der Gemeinde nach der Corona-Zwangspause ganz neu auszurichten und in diesem Zug vielleicht sogar einen Kulturmanager einzustellen. Pfannes denkt an eine Halbtagsstelle im Rathaus.

Der Referent führt in seinem Antrag aus, dass es nach der Pandemie in vielen Bereichen einen Neustart brauche. Das sei eine gute Gelegenheit, die Organisation des gemeindlichen Veranstaltungsprogramms professioneller anzulegen und die Inhalte zeitgemäßer zu gestalten. In seiner Freizeit als Referent sei das „nicht zu schaffen“. Die Vorbereitungen von großen Events könne er nicht nebenher stemmen, schließlich sei er voll berufstätig – Pfannes ist Geschäftsleiter im Rathaus Egenhofen.

Und das Rathauspersonal sei mit seinen jetzigen Aufgaben ausgelastet. Er sehe dort niemanden, der nebenbei weitere Events planen könne. Zwar wird der Bereich Kultur im Rathaus bearbeitet, die Arbeitszeit der Mitarbeiterin ist aber auch voll ausgeschöpft. Pfannes betonte im Gemeinderat: „Für die Größe Maisachs und den Anspruch, den wir haben dürfen und sollten, bräuchte es eine Kultur-Halbtagsstelle.“ Er schlägt 15 bis 20 Wochenstunden vor.

Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür, dass die Verwaltung den Antrag bearbeiten soll. Bei den Haushaltsberatungen für 2022 wird man dann weiter sehen.

Maisacher Advent

Pfannes will übrigens am Maisacher Advent festhalten, diesen aber in Zusammenarbeit mit den Vereinen attraktiver gestalten. Beim Maisacher Herbst (ebenfalls 2020 und 2021 pandemiebedingt ausgefallen) sieht er derzeit keine Zukunft in bisheriger Form. Dafür sollen im Rahmen des neuen gemeindlichen Kulturprogramms Konzerte, Kultur- und Konzertfahrten, Literatur- und Theaterabende hinzukommen.

Dass Maisach Nachholbedarf hat, liegt in Pfannes’ Augen daran, dass man eben keinen professionellen Planer hat. Ein zweiter Grund sind die fehlenden Veranstaltungsräume. Zwar gibt es die neue Dreifach-Turnhalle, doch die ist „nicht der ideale Ort“, wie Georg Hirschvogel (FW) sagte. Das Bürgerzentrum in Gernlinden ist nach wie vor Baustelle. Es wäre nach der Sanierung, in die man laut Bürgermeister Hans Seidl (CSU) rund zwei Millionen Euro steckt, aber der beste große Veranstaltungsraum. Und dann dürfe es nicht sein, so Seidl, dass der Maisacher für ein Event nicht aus dem Altort nach Gernlinden fahren wolle.

Im Laufe der Diskussion betonten Gottfried Obermair (FW) und Hartmut Hombach (Grüne), dass man ein Konzept erarbeiten müsse: für das künftige Programm und die eventuelle Stellenausschreibung. Hombach sprach zudem an, dass es in Maisach früher einen Kulturbeirat gab. Dieses Gremium könnte man reaktivieren.

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