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Hans Hollinger beweist beim Fingerhakeln Kraft und Ausdauer.

Fingerhakeln, Maßkrug-Stemmen, Bierfilzl-Weitwurf

Mannsbilder kraftmeiern bei Bier-Turnier

Echte Kerle trinken Perle – dieses Sprichwort muss beim ersten Bier-Turnier auf der MaisacherFestwoche aber abgewandelt werden. Denn die echten Mannsbilder trinken dort nicht nur das Festbier der Maisacher Brauerei, sie messen sich auch in Disziplinen wie Fingerhakeln, Maßkrug-Stemmen und Bierfilzl-Weitwurf.

Maisach – Die Premiere des Bier-Turniers sieht der Chef der Brauerei Maisach, Michael Schweinberger, als Testlauf: „Heuer ist ein Versuchsjahr“ Die Veranstaltung am Dienstagabend ist einer der Versuche der neu gestalteten Festwoche, die Leute wieder verstärkt ins Bierzelt zu locken. Es sei auch das Ziel, die Vereine an ihrem Abend auf das Fest zu bringen, sagt Schweinberger, der natürlich einen Aspekt nicht unterschlagen will: „Am Ende geht es um die Gaudi.“ Alle Vereine aus der Gemeinde Maisach hat die Brauerei angeschrieben, acht sind der Einladung gefolgt und messen sich im bayerisch-sportiven Bier-Wettkampf.

„Am Ende geht es um die Gaudi“, sagt Michael Schweinberger, Chef der Brauerei Maisach (Foto unten, l.). Moderator Andi Wenzel (r.) peitscht als Stadionsprecher eigentlich die Fußball-Nationalmannschaft an.

Und eine Gaudi haben die Teilnehmer und die Vereine schon, das merkt man spätestens bei der zweiten Disziplin der Bier-Olympiade: beim Maßkrug-Stemmen, einer laut Schweinberger „Ur-Disziplin im Biergeschäft“, stehen zuerst 16 Teilnehmer auf der Bühne, von jedem Verein zwei. Nach und nach reduziert sich das Feld und am Ende bleiben zwei hartgesottene Kontrahenten übrig, die beide einfach nicht aufgeben wollen. Moderator Andi Wenzel, der normalerweise die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Stadionsprecher nach vorne peitscht, ist richtiggehend aus dem Häuschen, dass alle mit äußerster Kraftanstrengung und von Urschreien begleitet ihr Bier nach oben stemmen. Mehr als 20 Minuten halten sie Krüge samt Bier über dem Absperrband. Das Publikum ist begeistert – es wird geschrien, angefeuert und die Leistung der Wettkampf-Schiris angezweifelt. Kurz gesagt: Es herrscht fetzen Stimmung. Am Ende muss Schweinberger wegen Zeitdrucks abbrechen und beide Bier-Herkules bekommen dieselbe Punktzahl.

Darum geht es den teilnehmenden acht Vereinen nämlich letztendlich: Die meisten Punkte zu sammeln. Wer in den vier Disziplinen Fingerhakeln, Maßkrug-Stemmen, Bierfilzl-Weitwurf und Hau-den-Lukas die meisten Punkte einsammelt, zieht ins Finale der drei Besten ein. Dort muss dann ein Bierfass fachmännisch angezapft werden, eine Maß muss eingeschenkt und ausgetrunken werden. Am Ende der Veranstaltung holen sich die Stockschützen Germerswang den Sieg und bekommen deswegen von der Brauerei Maisach ein Sommerfest mit Spanferkel und einem 100 Liter-Fass gesponsert. Für die aus Überacker kommenden Zweiten und den Dritten (Schützen und RW-Fußballer) gibt’s jeweils 50 und 30 Liter Bier.

Den Teilnehmenden hat das Ganze ebenfalls Spaß gemacht. Hans Hollinger und Stefan Bertolon sind zum Beispiel beim Fingerhakeln gegeneinander angetreten, Hollinger hat gewonnen. Höchstens als Schulbub habe er das zuvor mal ausprobiert, sagt Hollinger schmunzelnd. Stefan Bertolon findet die Idee der Veranstaltung gut: „Ich finde es nicht schlecht, dass ein bissl Stimmung reinkommt.“ Es dürfe aber den Zuschauern dabei nicht langweilig werden, schiebt Hollinger nach.

Dass es den Leuten im gut gefüllten Bierzelt gefällt, davon ist Günter Huber, Vorsitzender der Stockschützen Germerswang, überzeugt: „Das werden nächstes Jahr noch mehr Besucher“, ist er überzeugt. Die Stockschützen aus dem Maisacher Ortstteil sind gleich mit 35 Mitgliedern angereist, einer davon ist Julian Pusch, der sich beim Fingerhakeln eine kleine Blessur zugezogen hat, welche er mit Handcreme verarztet. Er vermutet aber, dass sein vorheriger Gegner Handwerker war. Da habe er selbst sowieso einen Nachteil gehabt, flachst der 23-Jährige, dessen Finger nicht von solcher Arbeit gestählt sind.

Von Fabian Dilger

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