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Mit System Straßensanierungen regeln

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Von: Helga Zagermann

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59 Kilometer Ortsstraßen und 49 Kilometer Verbindungsstraßen hat Maisach zu verwalten und erhalten. Damit das künftig einfacher ist, soll ein sogenanntes Straßenerhaltungsmanagement erstellt werden. © Symbolfoto: dpa / Carsten Rehder

59 Kilometer Ortsstraßen und 49 Kilometer Verbindungsstraßen hat Maisach zu verwalten und erhalten. Damit das künftig einfacher ist, soll ein sogenanntes Straßenerhaltungsmanagement erstellt werden.

Maisach – „Straßen sind die große Herausforderung für Maisach“, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Gemeinderat über die flächengrößte Kommune des Landkreises. „Wir sind beim Sanierungsbedarf nie hinterhergekommen.“

Zumindest will man zukünftig besser den Überblick behalten. Dabei soll der Plan zum Erhaltungsmanagement helfen. Darin enthalten sind die Bewertung des Ist-Zustandes, eine Festschreibung des kurz-, mittel- und langfristigen Sanierungs- sowie daraus folgenden Finanzbedarfs.

Das Ganze läuft wie folgt ab: Mitarbeiter der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH in Nürnberg, von der der Gemeinde ein Angebot vorliegt, erfassen zunächst alle Straßen und bewerten den Zustand visuell. Wo gibt es Mulden, Risse, Flickstellen, offene Nähte, wie tief sind die Spurrinnen? Wenn eine Straße schlecht aussieht, wird der Zustand zusätzlich messtechnisch erfasst. Das heißt, mit einem Fahrzeug wird die Tragfähigkeit gemessen.

Danach geht es an die Konzeption. Sie zeigt, welche Straßen wann saniert werden sollten. Es gibt verschiedene Dringlichkeitsstufen. In den Plan fließen auch soziale Aspekte ein: zum Beispiel ob eine Stelle als Unfallschwerpunkt bekannt ist oder ob es eine besondere Situation bei den Anwohnern gibt. Auch Eingriffe durch Ver- und Entsorger (Kabel, Kanäle) werden im Auge behalten.

Im jetzigen Angebot für rund 34 000 Euro sind drei Module enthalten: die Zustandserfassung, die Tragfähigkeitsmessung von maximal fünf Kilometern und eine Maßnahmenkonzeption samt Dringlichkeitsreihung.

Zu den Haushaltberatungen im Jahr 2019 soll die Konzeption vorliegen. Dazu ist es nötig, dass der Bestand jetzt im Winter erfasst wird, damit es dann ab Frühjahr an die visuelle Kontrolle gehen kann.

Bauamtsleiterin Michaela Meinhold erklärte, dass das Erhaltungsmanagement alle vier Jahre aktualisiert werden müsse. Das koste wohl auch wieder rund 30 000 Euro.

„Das Konzept zeigt uns, wo wir was tun müssen“, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) – und fügte mit Blick auf die Finanzen hinzu: „Wenn wir es können.“ Die 34 000 Euro seien jedenfalls sinnvoll investiert. Straßenreferent Ric Unteutsch (SPD) sagte, das Ergebnis könne zwar „eine böse Überraschung bringen“. Trotzdem sei das Erhaltungsmanagement begrüßenswert: „Dann haben wir ein ehrliches Bild. Dann geht es darum, den Zustand zu erhalten.“ Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Investition.

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