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Container geben selten ein schönes Bild ab.

Maisach

Nein zu Container-Lager am Ortseingang

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Die Entsorgungsfirma Huber aus Gernlinden soll Container künftig im neuen Kleingewerbegebiet abstellen. Der Maisacher Gemeinderat will verhindern, dass ein Lager direkt am Gernlindener Ortseingang entsteht.

Gernlinden – Die Firma sitzt am Oberweg-Nord und hat im Umkreis mehrere Abstellflächen für Container. Um möglichst viel auf einem Grundstück zu sammeln, wollte das Unternehmen einen jetzigen Acker westlich der Firmenzentrale und nördlich des Kiessees für fünf Jahre pachten. Dort hätten 242 Absetzcontainer und 30 Abrollcontainer Platz gehabt, zudem 15 Parkplätze für Mitarbeiter und drei Stellplätze für Lkw. Auf der Fläche sollte keine Wertstoffsortierung stattfinden. Vorteil dieses Plans wäre gewesen, dass man dann mehrere kleinere Abstellplätze, zum Beispiel an der Maisacher Straße, nicht mehr gebraucht hätte.

Erlaubnis wäre Fauxpas

Seniorchef Albrecht Huber saß hinten im Sitzungssaal des Gemeinderats und nahm folgende Entscheidung mit nach Hause: Nein, die Firma darf die Fläche nicht als Lager nutzen. Dafür wurden im Wesentlichen zwei Gründe genannt. Zum einen geht es um das Bild am Ortseingang von Gernlinden. Man habe es zuletzt geschafft, diesen aufzuwerten, sagte Christa Turini-Huber (CSU): „Das wäre jetzt ein Fauxpas an dieser Stelle.“ Alfons Strähhuber stimmte zu: „Das kann man dem Ort nicht zumuten.“ Bürgermeister Hans Seidl (CSU) erinnerte daran, dass man langfristig Lücken im Gebiet östlich der Firma Huber mit Wohnbebauung schließen wolle. Da sei es kontraproduktiv, stattdessen für den Lagerplatz neu einen Bebauungsplan aufzustellen und dann die Fläche als Gewerbegebiet festzusetzen. Denn das Areal liegt zwar im Innenbereich, ist aber nicht überplant. Es gilt als „Außenbereich im Innenbereich“.

Ersatz im Kleingewerbegebiet

Zum anderen wurde der Firmenspitze vorgehalten, dass sie umziehen und damit alle Probleme hätte lösen können: Für den Betrieb war im neuen Kleingewerbegebiet südlich der Staatsstraße 2345 ein spezieller Bauplatz geschaffen worden. Dort hätte der Container-Lärm niemanden gestört, es wäre viel Lagerplatz vorhanden gewesen. Doch nach anfänglichem Interesse entschied sich die Firmenleitung aus finanziellen Gründen dagegen. Die Gemeinde plante ihr Kleingewerbegebiet um und vergab die Parzellen an andere Interessenten.

Seidl sagte, er könne das Anliegen der Firma, ihre Lagerplätze zusammenzuführen, trotzdem verstehen. Daher beschloss der Gemeinderat, dass dem Unternehmen freie Flächen im Kleingewerbegebiet zur Pacht angeboten werden – dort gibt es noch ein paar Lücken. Und dort seien die Container gut aufgehoben, hieß es.

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