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Regierung lenkt bei Kita-Baukosten ein – Zeit verloren gegangen

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Von: Helga Zagermann

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Kita
Ein Kind spielt in einer Kita. © Beispielfoto: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Das geplante Kinderhaus an der Brucker Straße in Gernlinden wird wohl erst später fertig.

Maisach – Laut Bauamtsleiterin Petra Endres liegt man derzeit „Minimum drei bis vier Monate hinter dem Zeitplan“. Schuld ist gewissermaßen die Regierung von Oberbayern: Der Zuschussgeber hatte wie berichtet die Kosten des Projekts hinterfragt, sodass das Verfahren auf Eis lag.

Inzwischen hat man im Rathaus zumindest die mündliche Zusage der Regierung, dass der vorzeitige Maßnahmenbeginn möglich ist. Damit könnte man loslegen, ohne Fördergelder zu gefährden. Vorsichtshalber wartet man in Maisach aber auf die schriftliche Zusage.

Zwar ökologisch, aber nicht wirtschaftlich?

6,7 Millionen Euro soll die Kita kosten. Zu viel, war bisher die Meinung der Regierung. Es sei nicht sparsam und wirtschaftlich genug geplant, hieß es. Und genehmigt die Regierung ein Projekt nicht, fließen keine Zuschüsse. Maisach kann sich das Kinderhaus aber ohne die staatliche Finanzspritze von rund 1,8 Millionen Euro nicht leisten.

Nach weiteren Gesprächen zwischen Rathaus und Regierung wurden Unterlagen nachgefordert. Mittlerweile heißt es, man könne das Projekt genehmigen.

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Die höheren Kosten entstehen vor allem dadurch, dass Gemeinderat und Gemeinde so ökologisch wie möglich bauen wollen. Und weil mehr Platz (in den Räumen und im Außenbereich) einkalkuliert wird, als es Standard ist. Durch diese „Verbesserungen“ steigt aber nicht die Fördersumme: Die Regierung gibt einen fest definierten Zuschuss – egal wie nachhaltig gebaut wird. Mehrkosten muss allein die Kommune tragen. Daher fragt man sich nicht nur in Maisach, sondern derzeit in vielen Rathäusern, warum die Regierung zuletzt die Kosten vieler Projekte in Frage gestellt hatte.

Sperrung aus anderem Grund

Demnächst – sobald der schriftliche Bescheid vorliegt – kann also die Arbeit am Projekt weitergehen. Angebote von Firmen für die Gewerke Kanal und Erdarbeiten liegen bereits vor – nur konnte man noch keine Aufträge erteilen. Die Zimmerer- und weitere arbeitsintensive Arbeiten sollten längst ausgeschrieben sein – doch das hatte man wegen der Einwände der Regierung stoppen müssen. Daher rührt die Zeitverzögerung von mehreren Monaten.

Zuletzt war die Brucker Straße im Bereich der geplanten neuen Kita wegen Bauarbeiten gesperrt. Das hatte nichts mit dem Kinderhaus zu tun: Der Amperverband hatte Abwasserleitungen erneuert. Laut Bauamtsleiterin Petra Endres sollen nun aber sobald wie möglich die Bauarbeiten auf dem Feld neben der Straße beginnen: Das neue Gebiet mit Kinderhaus und Wohnhäusern muss erschlossen werden.

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