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In Maisach gibt es – nach ein paar Jahren Pause – ab sofort wieder einen Sozialfonds. Damit soll Menschen in Not schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Bedürftigen soll schnell geholfen werden 

Sozialfonds wird wieder eingeführt

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In Maisach gibt es – nach ein paar Jahren Pause – ab sofort wieder einen Sozialfonds. Damit soll Menschen in Not schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Maisach – Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hatte einen Sozialfonds kurz nach seinem Amtsantritt eingeführt. Doch dann wurde die „Stiftung Menschen in Not in Maisach“ gegründet. In der Folge wurde es „etwas schwierig mit der Abgrenzung“, sagt Seidl. Daher wurde der Fonds um das Jahr 2013 eingestellt.

Jetzt lebt er auf. Weil die Stiftung zwar erfolgreich arbeitet, aber teilweise zu viele bürokratische Hürden zu überwinden sind, bis dann Geld an die Bedürftigen fließt. „Manchmal braucht es sehr schnell finanzielle Hilfe“, sagt Seidl. „Und deshalb ist die Erkenntnis gewachsen, dass man einiges mit Geldern aus einem Fonds besser und sofort lösen kann.“

Daher hat der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen, dass der Fonds wieder eingeführt wird. Der Bürgermeister, seine Stellvertreter und die Gemeinderatsmitglieder sollen bei ihren Terminen um Spenden für den Fonds werben – bei Firmen, Geldinstituten und Privatleuten. Die Gemeinde kann eine Spendenquittung ausstellen. Über die Vergabe der Gelder darf bis zur Summe von 200 Euro der Rathauschef entschieden, geht es um mehr, wird der Ausschuss befragt.

Doppelt moppeln vermeiden

Geholfen wird nur da, „wo es nicht bereits ein soziales Netz gibt“, erklärt Seidl. Man wolle also nicht doppelt moppeln. So gebe es zum Beispiel für einkommensschwache Familien Zuschüsse zu Klassenfahrten oder Schulessen über die Sozialstelle im Landratsamt. Das werde der Fonds nicht abdecken. Es gehe vielmehr um die Menschen, die sonst nirgendwo finanzielle Hilfe erhalten.

Um die Bedürftigen zu finden, sei man darauf angewiesen, dass sie sich bei der Gemeinde melden, sagt Seidl. Oder dass Nachbarn auf Notstände hinweisen. „Die Schwierigkeit ist, dass vor allem ältere Menschen Hemmungen haben, um Hilfe zu bitten.“ Aber, und da ist sich der Rathauschef sicher, in Maisach sei die Nachbarschaft so gut, dass man im Rathaus von Nöten erfahren werde.

Früher hatte die Gemeinde sogar aus ihren Mitteln in den Fonds eingezahlt. Das ist nun nicht mehr so. Jetzt heißt es „Bürger für Bürger“, so Seidl. „Die Gemeinde ist dafür die Anlauf- und die Prüfstelle.“ In der Vergangenheit hatte der Fonds pro Jahre etwa 3000 bis 3500 Euro ausgeschüttet.

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