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Carsharing, E-Autos

Maisach will in die Zukunft der Mobilität rollen

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Car-Sharing und Elektroautos: Die Gemeinde Maisach will sich in Sachen Mobilität zukunftsfähig aufstellen. Uneins ist man sich allerdings, ob und wie man die beiden Bereiche kombinieren kann und soll.

Maisach„Car-Sharing ist eine gute Möglichkeit, die Verkehrsbelastung in unserer Gemeinde zu reduzieren“, sagte Gabriele Rappenglitz (CSU) im Gemeinderat. Aus diesem Grund hatte ihre Fraktion den Antrag gestellt, mit der Firma Statt-Auto Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeit von zwei Car-Sharing-Stationen in Maisach und Gernlinden abzuklopfen.

Schon etwas älter ist hingegen der Antrag von Ric Unteutsch (SPD), Ladestationen für E-Autos zu errichten. Hierzu wurde den Räten nun eine Studie der Firma E-Wald vorgelegt, wonach solche Stationen in Maisach an der Bücherei und in Gernlinden an der Heinzinger Straße entstehen könnten. Die beiden Standorte sollen weiter verfolgt werden.

Gottfried Obermair (Freie Wähler/FW) stand beiden Vorhaben positiv gegenüber. Er will die Themen Car-Sharing und Elektromobilität am liebsten kombinieren. „Car-Sharing ja – aber mit E-Autos“, forderte er. „Wir müssen die Elektromobilität fördern, das ist die Zukunft.“ Einem Car-Sharing-Modell mit Benziner oder gar einem Diesel werde er nicht zustimmen. Obermair möchte den Bau der Stationen ausschreiben, um sich nicht von vornherein auf Statt-Auto festzulegen.

Dieses Unternehmen habe man ausgesucht, weil es bereits in Olching und Gröbenzell erfolgreich arbeite, erklärte Rappenglitz. „Dadurch könnten sich Synergieeffekte ergeben.“

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hielt auch eine Zusammenarbeit mit E-Wald für möglich, das in Fürstenfeldbruck Car-Sharing anbietet. „Einen dritten Anbieter ohne Anknüpfungspunkt zu Maisach ins Boot zu holen, halte ich nicht für sinnvoll“, sagte der Rathauschef.

Zweifel hegte er, ob man das Car-Sharing gleich mit E-Autos angehen soll. Er habe mit Statt-Auto bereits gesprochen. „Dort sagt man, dass die Bürger erst einmal daran gewöhnt werden müssen, überhaupt auf ihr eigenes Auto zu verzichten.“ Erst in einem zweiten Schritt könne man dann Vertrauen in die E-Mobilität aufbauen.

Letztlich einigten sich die Räte darauf, dass die beiden genannten Unternehmen ihre Modelle im Gemeinderat vorstellen sollen. Unabhängig vom Car-Sharing sollen außerdem die beiden Standorte für die Ladestationen weiter verfolgt werden.

Laut Studie von E-Wald könnte an der Bücherei eine Schnellladestation entstehen. Kostenpunkt: zwischen 26 000 und 36 000 Euro. Deutlich billiger, nämlich zwischen 1200 und 5000 Euro, ist eine Normalladestation, die am Gernlindner Bürgerzentrum an der Heinzinger Straße angedacht ist.

Die derzeitige Ladestation am Rathaus soll noch bis zum Auslaufen des Vertrags bestehen bleiben. Alfred Hirsch (FW) möchte sie gerne auch darüber hinaus weiter behalten. Seidl sieht das aber kritisch, weil dadurch die sowieso schon knappe Zahl von Stellplätzen im Ortszentrum weiter sinke. Die Zukunft der Säule soll nun noch einmal beraten werden, wenn der Vertrag für den Standort ausgelaufen ist.

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