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Auflösung der Inspektion in Gröbenzell

Maisach will die neue Polizeistation

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Im Zuge der bevorstehenden kleinen Polizeireform in der Region stehen nun Grundstücksdebatten an. Auch Maisach hat Interesse, Standort der neuen Inspektion zu werden.

Maisach/FürstenfeldbruckEs wird immer klarer, dass die Polizeistation in Gröbenzell keine wirkliche Zukunft haben wird. Im Hintergrund beginnt das Ringen um die infolge der Schließung nötig werdende neue Wache. Aufgeben will die Polizei die Wache in Gröbenzell, weil das Haus, in dem sie untergebracht ist, maximal sanierungsbedürftig ist. Außerdem ist die Polizei nur Mieter, was als suboptimal gilt. Zusammen mit der Inspektion Olching soll eine größere Einheit geschaffen werden.

Der Stufenplan der Polizei sieht vor, Gröbenzell Anfang 2019 zu verlassen und die hier stationierten Polizisten nach Olching zu verlegen. Dann soll die Suche nach einem Grundstück für einen Neubau beginnen, während gleichzeitig darüber diskutiert werden soll, ob und wie die Zuständigkeiten der Inspektionen geändert werden. Puchheim beispielsweise könnte künftig von der Germeringer Inspektion abgedeckt werden, wobei in dieser Frage vieles im Fluss ist.

Olching und Gröbenzell haben bereits angekündigt, Grundstücke anbieten zu wollen, wobei die beiden Olchinger Optionen (Paulusgrube, Bahnhof) als nicht wirklich geeignet gelten, wie Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet neulich sagte. Welche Grundstücke Gröbenzell konkret anbieten will, ist bislang nicht bekannt.

Da zum Bereich der Olchinger Inspektion auch das gesamte Hinterland rund um Egenhofen gehört, rückt möglicherweise auch das so betrachtet sehr zentral gelegene Maisach ins Blickfeld. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) jedenfalls kündigte am Dienstag auf Tagblatt-Nachfrage an, den Hut seiner Gemeinde in den Ring zu werfen.

Er habe mehrere Optionen für einen Standort, sagte Seidl. Etwa die Ortsmitte, oder ein Grundstück direkt am Rewe-Kreisel, ein Areal in Gernlinden oder den Maisacher Straßerwinkel. Letzterer hätte vielleicht den Vorzug, nicht ganz so offen dazuliegen. Die Erreichbarkeit sei in jedem Fall gut, sowohl in Richtung Olching und Gröbenzell als auch in Richtung Egenhofen. „Maisach kann fast einen Maßanzug anbieten“, sagte Seidl.

Wie nun aber geht es weiter? Gestern Vormittag wurden Politiker bei einem nichtöffentlichen Treffen in der Brucker Inspektion über die Pläne des Polizeipräsidiums informiert. Aus dem Info-Paket – Landrat Thomas Karmasin empfand es als schlüssig, wie er auf Nachfrage sagte – soll nun ein Papier entwickelt werden, das dem Landtag vorgelegt wird. Das erklärte der Gröbenzeller Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet (CSU). Man brauche größere Inspektionen, um deren Leistungsfähigkeit zu erhalten. Das sei nach den Berechnungsschlüsseln dann der Fall, wenn eine Inspektion für 60 000 bis 70 000 Einwohner zuständig ist. In einer größeren Einheit sei es beispielsweise leichter, Vertretungen zu organisieren. Außerdem sei der Leiter einer größeren Inspektion einfach flexibler. Der Auflösungstermin Anfang 2019 passe auch gut zum bevorstehenden Renteneintritt des aktuellen Gröbenzeller Inspektions-Leiters. (Thomas Steinhardt)

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