Staatsanwaltschaften leiten weniger Verfahren ein
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Das Amtsgericht hat ein Urteil gefällt.

Gericht

Maisacher nach Weiterleitung von Kinderpornos verurteilt

Weil er kinderpornografische Videos via Facebook weitergeleitet hatte, musste sich ein Maisacher jetzt vor dem Fürstenfeldbrucker Amtsgericht verantworten.

Maisach –  Zu sehen ist in dem Videomaterial der schwere sexuelle Missbrauch an einem zweijährigen Buben durch einen erwachsenen Mann. Ein „sehr massives Vorgehen“, wie der Staatsanwalt in seinem Plädoyer erklärte.

Eine halbstaatliche Organisation aus den USA war von Facebook über die Weiterleitung der Videos von Smartphones des Angeklagten informiert worden. Die Organisation gab die Information dann an die deutsche Polizei weiter. Der Maisacher äußerte sich in der Verhandlung widersprüchlich zu den Vorwürfen.

Zunächst erklärte er, er habe zahlreiche Freundinnen auf Facebook, die ihm immer wieder schlechte, schlimme Videos zugesandt hätten. Diese habe er aber nicht geöffnet, sondern zurückgeschickt und gelöscht. Auf die Frage des Richters woher er dann wusste, dass es schlimme Videos waren, erklärte der Maisacher, das sehe man auch ohne diese zu öffnen. Dass er den Kontakt zu der Person, die ihm diese Videos geschickt hatte nicht sofort geblockt habe, nannte der 54-Jährige einen „Fehler“.

An das Video mit dem zweijährigen Jungen habe er aber keinerlei Erinnerung. „Das habe ich nicht gesehen“, beteuerte er. Der Gutachter, der die beiden Smartphones des Mannes durchsucht hatte, hatte zwar die Videos nicht entdeckt, hatte aber herausgefunden, dass er mit den beiden Adressen, denen er laut Anklage die Videos zugeschickt hatte, Kontakt hatte. „Es fand ein Datentransfer statt“, erklärte der Gutachter vor Gericht.

Letztlich entschuldigte sich der Maisacher und akzeptierte eine Geldstrafe. Der Richter hatte keine Zweifel, dass der 54-Jährige wusste, an was er sich beteiligt hatte. Er verurteilte den 54-Jährigen zur Zahlung von 4200 Euro (120 Tagessätze zu je 35 Euro). sus

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