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Gut aufgestellt ist das Team der Tafel in den neuen Räumen : Der bisherige Chef Michael Fiedler (r.) hat die Tafel-Leitung an Normann Wenke (5.v.r.) übergeben. Mit im Bild sind Elisabeth Weller (l.) von der Bürgerstiftung und Bürgermeister Hans Seidl (2. v.l.). 

Neue Räume eröffnet

Maisacher Tafel hilft jetzt im Herzen der Gemeinde

Die Maisacher Tafel ist in der Mitte der Gemeinde angekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Team ist in neue Räume in der Bahnhofstraße 2 umgezogen. 

MaisachDer Eingang befindet sich am Rathausplatz. Für Bürgermeister Hans Seidl ist der Standort im Zentrum ein wichtiger Faktor. Bei der Eröffnung sagte er: „Die herausragende soziale Bedeutung dieser Einrichtung ist dadurch noch einmal besonders betont.“

Angesichts der Gestaltung der neuen Ortsmitte erklärte Seidl, dass dort nicht nur Menschen ihren Platz finden sollten, die keine Sorgen hätten. „Wir alle sollten auch erkennen und beobachten, dass wir soziale Bedürftigkeit in der Gemeinde haben.“ Das gilt für die neuen Räume umso mehr, denn in der ersten Etage ist eine Kleiderkammer untergebracht.

Doch neu sind nicht nur die Örtlichkeiten. Michael Fiedler, der bisherige Chef der Tafel, hat sein Amt an seinen Nachfolger Normann Wenke übergeben. Er berichtete, dass sich rund 160 Bedürftige regelmäßig Lebensmittel bei der Tafel abholen würden. Zudem unterstützen die Helfer etwa 50 Familien. Verteilt werden die Lebensmittel an Maisacher, aber auch an Menschen aus Mammendorf, Olching oder Egenhofen. Für diesen großen Zustrom an Bedürftigen waren die alten Räumlichkeiten zu klein geworden und sie waren nicht barrierefrei. Dass sich das nun geändert hat, sei für ältere Menschen eine große Erleichterung, so Wenke.

Eine eigene Tafel – für Maisach war das lange Zeit unvorstellbar. Die Konkurrenzsituation mit Discountern, die Lebensmittel günstig verkaufen, wäre zu groß gewesen, erläuterte Elisabeth Weller. Sie ist bei der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck als Vorstandsmitglied für die Tafeln zuständig. Dann, vor elf Jahren, sorgte Michael Fiedler mit der Eröffnung der Zweigstelle dafür, dass Lebensmittel der Olchinger Tafel in Maisach verteilt werden.

Elisabeth Weller ist froh, dass die Gemeinde Maisach gut mit der Olchinger-Maisacher Tafel – so der Name der Zweigstelle – zusammenarbeitet. Hierzulande sei das Engagement der Tafeln nicht überall gerne gesehen, sagte sie. „Im Osten Deutschlands gibt es Regionen, in denen Kommunen sogar gegen die Tafeln arbeiten.“

Die Olchinger-Maisacher dagegen kann neben der Hilfe durch die Gemeinden auch auf die Unterstützung umliegender Läden bauen. Nur Produkte wie Reis, Nudeln oder Öl kommen nicht von dort. „Weil sie lange haltbar sind und nicht abgegeben werden“, erläuterte Wenke. Hier seien Spenden hilfreich.

Verteilt werden die Waren dienstags von 14 bis 16 Uhr. Die Bedürftigen sind in vier Gruppen unterteilt. Wer wann dran ist, das wechselt wöchentlich. „So fühlt sich keiner benachteiligt, wenn am Schluss der Ausgabe die Auswahl nicht mehr so groß ist“, so Wenke. Zum Glück hätten die Menschen, die zum Teil schon viele Jahre zur Tafel kommen, Verständnis dafür. Hans Kürzl

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