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Etat 2018

Maisachs Millionen für Mammutaufgaben

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Das Jahr 2018 wird für die Gemeinde Maisach sehr teuer. Die laufenden Kosten erreichen mit 28,2 Millionen Euro einen neuen Höchststand. Zudem werden rund 26 Millionen Euro in Projekte investiert. Ende des kommenden Jahres werden die Rücklagen fast aufgebraucht sein.

Maisach – Kämmerin Angelika Braunmüller stellte im Haupt- und Finanzausschuss das vorläufige Rechnungsergebnis für 2017, den Haushalt für 2018 und die weitere Planung bis 2020 vor. Für heuer sehen die Zahlen gut aus, weil bei der Gewerbesteuer rund 2,8 Millionen Euro und bei der Einkommensteuerbeteiligung rund 700 000 Euro mehr als geplant eingehen. Insgesamt gehen dieses Jahr an die 9,2 Millionen Euro Gewerbesteuer ein. Allerdings zahlt ein einzelner Betrieb 30 Prozent dieser Summe. Wenn die Firma in eine Krise rutschen würde, wäre Maisach ebenfalls arm dran. Im Bereich der Einkommensteuer wird 2017 erstmals die Zehn-Millionen-Euro-Grenze überschritten.

Das kommende Jahr stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen. Im Verwaltungshaushalt werden 2018 über 28 Millionen Euro ausgegeben. Größter Brocken ist mit über acht Millionen Euro die Kreisumlage. Die Personalkosten werden fast fünf Millionen Euro verschlingen (auch wegen der Stellenmehrung, siehe Kasten), die gemeindlichen Zuschüsse für Kinderbetreuung rund 3,1 Millionen Euro.

Ein großer Posten fällt auch für die Sanierung von Straßen und Einrichtungen an: mehr als 2,5 Millionen Euro. Weil die laufenden Ausgaben so hoch sind und auch nicht gekürzt werden können, werden 2018 nur 72 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt übertragen. Der finanzielle Spielraum ist also gering. Wie Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagte: „Die Zahlen, bei Einnahmen wie bei Ausgaben, werden von Jahr zu Jahr größer. Nur die freie Finanzspanne bleibt immer gleich klein. Die Beweglichkeit der Kommunen ist eingeschränkt.“

Mut machte den Ausschussmitgliedern aber der Blick auf die Rücklagen: Denn Anfang des neuen Jahres hat die Gemeinde rund 15 Millionen Euro auf der hohen Kante. Und die werden für Investitionen im Vermögenshaushalt gebraucht. Allein für den Bau der Südumfahrung fallen fast zehn Millionen Euro an. Mit weiteren 2,5 Millionen Euro will die Gemeinde Flächen zur Baulandsicherung ankaufen.

Dann gibt es noch den geplanten Kreisverkehr an der Ganghoferstraße (insgesamt 843 000 Euro) und die Restkosten für die Erweiterung der Grundschule Maisach um eine Mittagsbetreuung (rund zwei Millionen Euro). Addiert man die Kosten aller Projekte zusammen, landet man bei einem Investitionsvolumen von über 26 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Damit all das möglich ist, werden 2018 fast zwölf Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen. Zudem müssen für rund elf Millionen Euro Gewerbegrundstücke verkauft werden. Kämmerein Braunmüller warnte deshalb: „Geraten wir in eine wirtschaftliche Rezession mit entsprechenden Steuerrückgängen, werden wir – wie auch immer – eine finanzielle Zäsur vornehmen müssen.“

Soweit ist aber noch nicht. Und so bewilligte der Ausschuss einstimmig einen Antrag von Gottfried Obermair (FW). Er hatte vorgeschlagen, im kommenden Jahr einen Flyer zum Thema Energiesparen erstellen und drucken zu lassen. Man müsse die Bürger wieder mehr motivieren. Einmalige Kosten für den Flyer: 2000 Euro. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde der Etat 2018 und die weitere Finanzplanung bis 2020 an den Gemeinderat zur Annahme empfohlen.

Neue Stellen im Rathaus

Die Arbeit im Rathaus ist mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht mehr zu schaffen, sagte Amtsleiter Peter Eberlein in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss. Daher werden im neuen Jahr fünfeinhalb neue Stellen geschaffen. Neu ist der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, der künftig in 30 bis 35 Stunden beackert werden soll. Eine weitere Teilzeitkraft soll halbtags Aufgaben aus den Feldern „Feuerwehr“ und „Schule“ bearbeiten. 

In der Finanzverwaltung wird zudem um 25 Stunden aufgesattelt, in der Personalverwaltung um 30 Stunden, in der Sozialarbeit und im Bauhof um jeweils 20 Stunden. Eine weitere Teilzeitstelle soll im Freibad entstehen – „wenn wir für diesem Bereich jemanden finden“, so Eberlein. „Ansonsten müssen wir neu nachdenken.“

 In der Bücherei wird die gesamte wöchentliche Arbeitszeit um 15 Stunden angehoben. So sollen die Öffnungszeiten und abendliche Veranstaltungen besser abgedeckt werden. Die jetzige Amtsbotin wechselt in den Bauhof, so dass ein neuer Amtsbote her muss. Im Ordnungsamt kommen schließlich zehn Wochenstunden dazu

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