Verkehrsachse künftig in Gemeindehand

Maisachs Mitte: Bürger zahlen Straße mit

Maisach – Die Verkehrsachsen in Maisachs Mitte werden von der Staats- zur Ortsstraße herabgestuft. Damit kann die Gemeinde besser gestalten, aber die Grundeigentümer zahlen beim Straßenbau mit.

Sobald die geplante Südumfahrung fertig ist, wird sich einiges in und um Maisach ändern. Denn wenn der Großteil der Autos auf der Umfahrung unterwegs ist, können die Aufkirchner-, Bahnhof- und Hauptstraße nicht länger Staatsstraße bleiben. Die Frage war deshalb, wer diese Straßen und die damit verbundenen Unterhaltskosten übernimmt, der Landkreis oder die Gemeinde?

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass er die Verbindung vom Kreisverkehr Überackerstraße nach Westen bis zum Ortsende künftig unter seine Fittiche nimmt. Das heißt, dass die Gemeinde bei der Gestaltung freie Hand hat. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) betonte jedoch: „Wir machen so viel wie nötig, aber auch so wenig wie möglich.“

Denn beim Ausbau einer Ortsstraße müssen die dortigen Grundeigner mehr zahlen: Bisher bei der Staatsstraße zahlen sie anteilig den Gehweg, bei einer Ortsstraße kommen dann zum Gehweg 25 bis 30 Prozent der Kosten für die Fahrbahn dazu.

Dem Rathauschef war wichtig, den Bürgern die Angst zu nehmen: Eine Straßensanierung in diesem Bereich werde erst wieder in etwa 20 Jahren fällig. Denn wenn die bisherige Staatsstraße in die Hand der Gemeinde wechselt, muss sie in einwandfreiem Zustand übergeben werden: Das heißt, der Staat muss vor der Übergabe noch eine Sanierung zahlen.

Doch die Rochade geht noch weiter. Die Staatsstraße vom Ortsende bis zur Einmündung in die FFB 1 (nach Germerswang) wird zur Gemeindeverbindungsstraße abgestuft. Die Achse zwischen FFB 1 und FFB 8 (nach Mammendorf) sowie bis zur Anbindung an die

neue Umfahrung ist künftig Kreisstraße FFB 1. Dass der Landkreis das Stück mit der Brücke über die Bahntrasse übernimmt, werteten alle als großen Vorteil. Seidl: „Die Brücke ist ein erhebliches finanzielles Risiko. Da können wir froh sein, wenn der Landkreis zuständig ist.“

Aber auch die Gemeinde hat noch eine Aufgabe zu stemmen. Der Landkreis besteht darauf, dass die Abzweigung in die FFB 1 verbessert wird. Ein Kreisel, wie von der Gemeinde vorgeschlagen, kommt für Landrats- und Straßenbauamt nicht in Frage. Nun soll der Winkel der Abzweigung in Richtung 90 Grad verbessert werden.

Beschlossen wurde zudem, dass die Umfahrung künftig die Staatsstraße 2054 wird. Die Achse vom Kreisel nahe Brauerei bis zum neuen Anschluss der Umfahrung im Osten wird von Staatsstraße 2345 in 2054 umbenannt. (zag)

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