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Mittagsbetreuung wird um 20 Prozent teurer

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Von: Helga Zagermann

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Beispielfoto © Stefan Rossmann

Die Mittagsbetreuung der Nachbarschaftshilfe an der Grundschule in Maisach und in Gernlinden wird teurer. Die Gründe wurden im Gemeinderat erläutert.

Maisach Nachdem die Beiträge bereits zum Schuljahresstart in diesem September um zehn Prozent angehoben worden waren, muss voraussichtlich eine weitere Erhöhung um 20 Prozent zum Schuljahr 2019/20 erfolgen. Der Haushaltsplan der Nachbarschaftshilfe (NBH) sieht für diesen Zeitraum ein Defizit von fast 320 000 Euro vor. Im Vorjahr waren es nur 130 000 Euro. Das Minus liegt an gestiegenen Kinderzahlen und Buchungszeiten. Beides macht eine Aufstockung beim Personal nötig.

Im Vorjahr wurden rund 200 Mädchen und Buben nach Schulschluss betreut, jetzt sind es bereits 231. Seit 2014 ist die Besucherzahl gar um 56 Prozent gestiegen, wie Rathaus-Amtsleiter Peter Eberlein berichtete – obwohl im gleichen Zeitraum neue Hortplätze in Gernlinden geschaffen wurden. Eberlein sagte, dass dort derzeit in Mittagsbetreuung und Hort eine Betreuungsquote von 90 Prozent erreicht wurde.

Für 78 Prozent der Kinder werden vier bis fünf Tage pro Woche gebucht, und zwar bis 15.30 oder 16 Uhr. „Die Schüler sind also lange dort“, sagte Eberlein, „das erfordert eine ganz andere Art der Betreuung.“ Der Träger wolle vermeiden, dass die Kinder ständig wechselnde Betreuer haben, weil das Personal immer nur wenige Stunden im Dienst sei. Daher wurden Verträge von 450-Euro-Kräften in Festanstellungen umgewandelt.

Außerdem benötigte die NBH mehr Personal, da in der Schule nicht mehr genug Klassenzimmer für die Mittagsbetreuung vorhanden waren und diese teilweise in Containern an der Lusstraße untergebracht wurde. Waren zuletzt sechs Festangestellte und 25 Helfer beschäftigt, sind es nun acht und 31.

Eberlein betonte aber, dass die Gebühren bei der Mittagsbetreuung noch deutlich unter denen des Hortes liegen. Die NBH habe, auch im Vergleich mit Nachbargemeinden, allerdings zu lange gewartet mit der Anpassung, so dass nun im Endeffekt wohl um insgesamt 30 Prozent erhöht werden müsse.

Der Gemeinderat stimmte dem hohen Defizit zu. An dem Konzept der Mittags- und Ferienbetreuung durch die NBH soll festgehalten werden. Auch weil diese Art der Betreuung für die Gemeinde günstiger ist als die im Hort: Pro Hortkind sind im Schuljahr durch die Kommune rund 2600 Euro zuzuschießen, für ein Kind in der Mittagsbetreuung sind es rund 1400 Euro.

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