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Maisach steht ohne Festwirt da - Volksfest auf der Kippe

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Von: Helga Zagermann

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Bild aus wohl vergangenen Tagen: Mit zwei Schlägen zapfte Hans Seidl das erste Fass mit Jochen Mörz an.
Bild aus wohl vergangenen Tagen: Hans Seidl (r.) zapft mit Jochen Mörz an. Links Roland Müller. © Peter Weber

Die Festwoche steht auf der Kippe. Volksfestwirt Jochen Mörz hat nach rund 30 Jahren die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Maisach beendet.

Maisach – Die Festwoche rentiere sich einfach nicht mehr, sagt er. Im Rathaus ärgert man sich über den Vertragsbruch – 2022 hätte Mörz die Festwoche noch ausrichten müssen. Doch die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits – mit Unterstützung der örtlichen Brauerei.

Volksfest Maisach: Zwei Anbieter

Um kurzfristig einen Wirt zu finden, der einspringt, gibt die Gemeinde zwei mögliche Zeiträume für die Festwoche an: 19. bis 28. August oder 26. August bis 4. September. Zu zwei Anbietern habe man Kontakt aufgenommen, so Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Doch wenn sich in den nächsten drei bis vier Wochen kein Wirt fest verpflichte, finde die Festwoche 2022 nicht statt. Die Gemeinde wolle dann eine Alternativveranstaltung an einem Wochenende anbieten.

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Seidl ist sauer, dass Mörz vorzeitig aus dem Vertrag aussteigt. Maisach komme ihm mit dem Erlass des Platzgeldes (bis zu 5000 Euro) entgegen, übernehme rund 25 000 Euro für den Seniorennachmittag und hätte sogar auf Marken im Wert von 3000 Euro verzichtet. Mehr Subventionen seien nicht drin. Seidl: „Unter Wert verkaufen wir uns nicht in Maisach. Und unter Druck setzen lassen wir uns auch nicht.“

Volksfest Maisach: Nur noch die Hälfte

Mörz hält dagegen, dass er in Maisach kein Geld mehr verdiene. Früher habe er dort 270 Hektoliter Bier verkauft, zuletzt war es nur noch die Hälfte. Zudem habe die Kommune für ihr finanzielles Entgegenkommen beim Bierpreis eine Acht vor dem Komma gefordert. „Das kann ich nicht machen. Auch in Bruck, Mammendorf und Puchheim kostet die Maß 9,80 Euro.“ Es tue ihm leid, das Kapitel Maisach zu beenden, sagt Mörz. Er hoffe aber, dass die Gemeinde für 2022 schnell einen Wirt finde.

In Maisach hängt man an der Festwoche, betont Seidl. Doch er habe den Eindruck, Mörz habe schon vor Jahren die Lust an Maisach verloren. „Das ist schade.“ Den vorzeitigen Ausstieg des Wirts bezeichnet er als „ungut“. Für die Festwoche ab 2023 bereitet die Gemeinde eine Ausschreibung vor. Die Veranstaltung soll dann wieder dauerhaft Ende August stattfinden.

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