Christian Vargaist neu im Gemeinderat.

Maisach

Nachrücker genießt 16 Monate im Gemeinderat

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2014 hat er für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Ihm war klar, dass es gegen Amtsinhaber Hans Seidl (CSU) schwer werden würde.

Maisach –  Umso größer war die Freude über mehr als 20 Prozent der Wählerstimmen bei Christian Varga (Freie Wähler) – aber sehr groß war auch die Enttäuschung, weil er es um sechs Stimmen nicht in den Gemeinderat geschafft hatte. Seit Januar sitzt der jetzt 50-Jährige aber dennoch in dem Gremium. Er kam als Nachrücker hinzu und will sich richtig reinhängen – in der Hoffnung, dass er 2020 wieder den Sprung in den Gemeinderat schafft.

Varga ist in München-Pasing geboren und lebte dann in Eichenau, bis er 2011 nach Maisach zog. Die Gemeinde kannte er gut, weil seine Mutter dort in einem Autohaus arbeitete. 2013 ist er den Freien Wählern beigetreten. „Ich wollte mich in einer Gruppierung engagieren, die kommunal aufgestellt ist und in der einem nicht alle Entscheidungen von einem Partei-Überbau abgenommen werden“, sagt er. Dass ihn die FW dann gleich zum Bürgermeisterkandidaten gemacht haben, hat ihn überrascht – und auch nicht. Zwar sei er damals in Maisach kaum bekannt gewesen. „Aber ich bin eine Rampensau, ich stehe gerne vorne. Und das Machen ist mir lieber als das Zuschauen.“ Trotzdem musste er erst einmal zuschauen, zumindest dem Gemeinderat. Machen konnte er dagegen im FW-Ortsverein.

Nun ist er mitten im Geschehen und versucht, sich so schnell wie möglich in den Gemeinderat einzuarbeiten. „Das ist nicht schwierig, aber zeitintensiv“, sagt Varga. Trotzdem bleibe noch Zeit für seine Frau und die beiden Kinder (fünf und sieben Jahre alt). Der 50-Jährige, der früher bei den Olchinger Stadtwerken arbeitete, ist seit zwei Jahren bei der Messe München angestellt. Der BWLer ist Vertriebsverantwortlicher für die Messe Automatica. Das fordere ihn zeitlich sehr, daher werde er sich nicht erneut als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen. Varga verrät aber, dass die FW wohl eine Kandidatin nominieren wollen – sie sei sehr bekannt in Maisach.

Auch weil er jeden Tag eineinhalb Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis in die Arbeit fährt und weitere eineinhalb Stunden wieder nach Hause, interessieren den 50-Jährigen besonders die Infrastruktur und Arbeitsplätze vor Ort. Er befürchtet, dass das Ehrenamt zu kurz kommt, wenn die Arbeitswege aller immer länger werden. Deshalb sei er auch leider nicht mehr ehrenamtlicher Fußballtrainer für Kinder. Ein weiteres Thema, das ihm wichtig ist, ist bezahlbarer Wohnraum. Es dürfe nicht sein, dass Paare keine Kinder bekommen, weil sie sich keine größere Wohnung leisten können. 

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