Vorschlag der Bürgermeister

Neue Idee für Rettung der Tierfreunde

 In der Debatte um die Zukunft der Tierfreunde Brucker Land zeichnet sich eine Lösung ab. Die Bürgermeister der Region haben eine Idee erarbeitet, wie es weitergehen könnte.

Maisach– Weil die Vorsitzende aufhören muss, stehen die Tierfreunde Brucker Land praktisch vor dem Aus. Der Landkreis hat zwar einen Zuschuss von knapp über 7000 Euro jährlich in Aussicht gestellt. Die damit zu bezahlende Teilzeitkraft aber reiche nicht aus, um den Betrieb der Tierstation in Überacker aufrecht zu erhalten, so die Tierfreunde.

Sie schlugen vor, dass alle Kommunen einen gewissen Betrag – gemessen an der Einwohnerzahl – an die Tierfreunde bezahlen. Das wiederum missfiel den allermeisten Bürgermeistern. Mindestens die Städte hätten bei dieser Lösung nicht mitgemacht, berichtete Maisachs Bürgermeister und Vize-Vorsitzender des Gemeindetags im Kreis, Hans Seidl, auf Nachfrage. Die Städte haben oftmals eigene Beziehungen zu anderen Tierheimen.

Die Idee nun ist, dass der Landkreis die schon beschlossenen 7000 Euro um einen Betrag aufstockt, der noch genauer eruiert werden soll. Damit würde die Tierauffangstation via Kreisumlage von allen Gemeinden bezahlt. Außerdem würden die Gemeinden bei dieser Lösung zusätzlich zum Pauschal-Betrag die Kosten auch je Fall bezahlen. Beispiel: Wird in Mammendorf eine Katze gefunden und abgegeben, so bezahlt Mammendorf auch für deren Pflege in der Auffangstation. Gleichzeitig gebe es Überlegungen, künftig auch Hunde in Überacker unterzubringen, berichtete Seidl. Das müsse aber im Gemeinderat erst einmal baurechtlich betrachtet und mit den Nachbarn abgestimmt werden.

Seidl betonte, dass die vorgeschlagene Lösung Ergebnis eines informellen Austausches war. Einen Beschluss gebe es zwar noch nicht. Die Tendenz sei aber schon klar gewesen. Die genauere Ermittlung der Zahlen werde jetzt der Chef des Veterinäramts im Kreis vorantreiben. Seidl hält den Vorschlag jetzt für vernünftig und betont, dass die Tierfreunde bisher eigentlich ja Geld verschenkt hätten, weil sie nie Rechnungen gestellt hätten.  st

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