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Beim denkbaren Kauf des Areals geht´s auch ums Geld.

Wettbewerb

Neue Pläne für das Areal am Maisacher Bahnhof

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Die Gemeinde möchte das Bahnhofsareal überplanen und künftig besser nutzen. Im Gespräch sind ein zusätzlicher Bahnsteigzugang, Fahrradabstellplätze, weitere Parkplätze, ein öffentliches WC, Grün- und Aufenthaltsflächen.

Maisach – Auch städtebauliche Entwicklung soll ermöglicht werden: in Form von Wohnbau. Doch die Flächen gehören der Kommune (noch) nicht. Und vor einem eventuellen Kauf muss nun erst einmal geplant werden.

Der Gemeinderat hat deshalb einstimmig entschieden, einen Planungswettbewerb auf den Weg zu bringen. Dafür wird nun ein Büro gesucht, das für die Gemeinde das Verfahren durchführt und mit dem Gemeinderat die städtebaulichen Ziele erarbeitet.

Die Kommune hat ein Vorkaufsrecht. Das betrifft die Grundstücke des Bundeseisenbahnvermögens zwischen Malchinger-/Herrenstraße und den Gleisen. Dabei geht es um 9360 Quadratmeter, die gegen Höchstgebot an den Mann gebracht werden sollen. Und die Deutsche Bahn überlegt, das Bahnhofsgebäude einschließlich der umliegenden Flächen zu verkaufen. Beide Areal sind für die Gemeinde interessant.

Immer derselbe Preis

Im Gemeinderat kam die Frage auf, warum man nicht erst kaufe und dann plane - und um welche Preise es überhaupt gehe. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagte dazu, man werde bei den nächsten Gesprächen nach genaueren Summe fragen. Aber: „Egal, wann wir kaufen: Der Preis wird immer derselbe sein.“ Die Bahn und das Bundeseisenbahnvermögen würden in die Verträge sicher eine Nachbesserungsklausel setzen.

Das heißt, der endgültige Kaufpreis hängt davon ab, was die Gemeinde mit dem Grund macht (und verdient). Derzeit, so Bauamtsleiterin Michaela Meinhold, seien die Flächen wenig wert: „Weil kein Baurecht besteht.“ Sobald sich das ändert, steigt der Wert.

Was dort möglich ist, habe der Gemeinderat in der Hand, betonte Seidl: „Egal, wem der Grund gehört: Wir haben die Planungshoheit.“ Daher wolle man nun in einem Wettbewerb Möglichkeiten ausloten. Mit Abschluss der Dienstbarkeitsvereinbarung zum Pendlerparkplatz - die Gemeinde darf ihn für ihre Bürger nutzen - hatte sich Maisach sogar verpflichtet, das gesamte Areal überplanen zu lassen.

Bürgermeister Seidl sagte, es gebe, sobald ein Konzept vorliege, nur eine Möglichkeit: Dann werde ein Kaufvertrag auf dem Tisch liegen mit konkreten Zahlen, „und dann können wir entweder zahlen - oder nicht“. Gottfried Obermair (FW) meinte dazu: „Darum würde ich die Flächen durch Planungen nicht zu wertvoll machen.“

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