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Neues Bauland in Überacker, Rottbach und Germerswang

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Von: Helga Zagermann

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Hausbau (Symbolbild)
Hausbau (Symbolbild) © IMAGO / serienlicht

Immer wieder gehen im Rathaus Anträge auf Baulandausweisung ein. Nun hat der Gemeinderat sechs neue Wünsche behandelt, vier könnten in Erfüllung gehen. Genaueres wird erst im Laufe der Haushaltsberatungen für 2023 beschlossen.

Maisach – Vor einem Jahr hatte sich der Gemeinderat zuletzt mit Anträgen von Grundeigentümern auseinandergesetzt, die ihre Fläche als Bauland ausgewiesen haben wollen. Damals hatte man entschieden, zwei Projekte weiterzuverfolgen: eines im Südosten von Stefansberg und eines in Germerswang an der Kohlstattstraße. Generell versucht das Gremium, Baulandausweisungen in Grenzen zu halten: Denn für mehr Bürger muss die Kommune zum Beispiel mehr Plätze in Kitas und Schulen schaffen – und das kostet. Zudem ist die Nachverdichtung im Innengebiet enorm – schon alleine wegen der deshalb steigenden Bevölkerungszahl muss die Gemeinde immer mehr in die notwendige Infrastruktur investieren. Der Normalfall ist der, dass ein altes Haus abgerissen wird und stattdessen mehrere neue Häuser gebaut werden. Hier kann die Gemeinde nicht einschränken, da Baurecht besteht.

Daher die Maxime: Vorsicht bei der Baulandausweisung. Bisher war es aber die Linie des Gemeinderats, diese zuzulassen, wenn es um die Schaffung von Wohnraum für Ortsansässige/Nachgeborene geht.

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Diesem Prinzip will man weiter folgen. Und so wurde vier von sechs Anträgen auf Baulandausweisung grundsätzlich zugestimmt. Im Detail geht es in Überacker um rund 6000 Quadrameter südlich der Bürgermeister-Sommer-Straße. Hier wünschen sich die Besitzer seit drei Jahrzehnten Bauland. Zudem gibt es einen Antrag in Überacker für ein Gebiet östlich des Krautgartenwegs. Da es sich um über 23 000 Quadratmeter handelt, würde die Gemeinde hier höchstens einen Teil bebauen lassen. Beide Flächen sind derzeit landwirtschaftlich genutzt. Der Dritte Antrag aus Überacker bekam ein Nein: Östlich der Kühbergstraße soll nicht gebaut werden, da, so Bürgermeister Hans Seidl, die Antragstellerin ein anderes baureifes Grundstück besitze.

Grundsätzlich für möglich hält der Gemeinderat zudem eine Baulandausweisung in Rottbach (5000 Quadratmeter westlich der Lappacher Straße) und in Germerswang (1500 Quadratmeter westlich der Triebstraße). Das zweite Nein ging nach Maisach: Einer Baulandausweisung westlich der Zangmeisterstraße will der Gemeinderat nicht näher treten. Im Hauptort habe derzeit die mögliche Wohnbebauung auf dem jetzigen Areal des SC Maisach Vorrang.

Das war aber nur der erste Schritt. In den Haushaltsberatungen wird hinterfragt, wie viel Baulandausweisung man sich angesichts der Folgekosten überhaupt leisten kann. Dann soll auch eine für alle faire Reihung der Projekte festgelegt werden. Wenn sich Gemeinde und Grundeigner nicht einig werden, wird ein Bauprojekt nicht verwirklicht. Dann rückt das nächste auf der Liste nach.

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