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Zwei Kindergartengruppen sind in der alten Schule Germerswang untergebracht. Rechts schließen sich Feuerwehr und Schützenheim an. 

Zukunftskonzept wird erarbeitet

Neues von der alten Schule Germerswang

Maisach –Nichts hält länger als ein Provisorium. Diese Regel galt auch für den Kindergarten in Germerswang. Doch nun muss sich etwas ändern im alten Schulgebäude. Weil eine Sanierung notwendig ist, wird jetzt ganz allgemein über die Zukunft des Hauses nachgedacht.

Das alte Schulhaus im Ortsteil Germerswang, in dem heute der Kindergarten St. Michael und Vereine untergebracht sind, hat eine lange Geschichte. Josef Strauß (CSU) erinnerte im Gemeinderat daran, wie oft verschiedene Nutzer in den Räumen hin- und hergezogen seien und wie oft umgebaut worden sei – weil es eben notwendig war.

Das Haus wurde 1950 als Schule gebaut und ist längst nicht mehr tauglich als Kindergarten, wie die zuständige Referentin Gabriele Rappenglitz (CSU) in einem Antrag an den Gemeinderat betonte: Es fehlen Nebenräume, außerdem ein Mehrzweck- oder Bewegungsraum. Für die jetzigen zwei Gruppen reiche der Platz gerade noch aus. Doch wenn neue Familien in die Häuser der Baugebiete an der Bürgermeister-Grichter-Straße und der Mooswiesenstraße in Malching sowie im geplanten Gebiet in Germerswang einziehen, dann gebe es nicht genug Plätze.

Zudem, so Rappenglitz, wünschen sich die Eltern eine Krippen- und eine Hortgruppe in Germerswang. Auch das müsse man in die Überlegungen mit einbeziehen.

Die Referentin hält nichts von einer bloßen Sanierung. Nachgebessert werden müsste nämlich nicht nur beim Brandschutz, sondern auch bei der Energieversorgung und der Technik – Kosten ungewiss. Rappenglitz schlägt deshalb auf dem Grundstück einen Neubau mit Erweiterungsmöglichkeiten und Außenspielfläche vor. Gleichzeitig bittet sie darum, eine Vergleichsrechnung beziehungsweise -planung aufzustellen: Was kostet es, wenn die Gemeinde das bestehende Haus sanieren und zugleich ein neues Kinderhaus in Germerswang oder Malching bauen würde? Strauß aber meinte: „Das müsste man von Grund auf neu bauen. Der Keller ist nicht wasserdicht.“

In der Sitzung lag zudem ein Antrag der Freien Wähler (FW) vor: Die Verwaltung solle ein Gesamtkonzept für das Gebäude erstellen. Die Fraktion hatte aber einen etwas anderen Blickwinkel als die Kindergartenreferentin: Die FW wollten zusätzlich wissen, wie das (Kinder-)Haus als Begegnungszentrum für kulturelle Veranstaltungen, für Jugendliche, Senioren und Vereine künftig genutzt werden könne. Denn die Luitpoldmusikanten seien derzeit sehr beengt im Keller des Kindergartens untergebracht. Auch die Blaskapelle dürfe nicht wachsen. Zudem habe das Jugendheim keine Möglichkeiten zur Erweiterung. Generell gebe es im Ortsteil keinen Raum für Veranstaltungen und Feste mittlerer Größe.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagte: „Wir werden jetzt kein Flickwerk starten, wenn ein Neubau im Raum steht.“ Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass die Verwaltung ein Konzept erarbeiten soll – mit Antworten auf alle Fragen. (zag)

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