+
Überraschend viele: 25 Teilnehmer informierten sich an der Umgehungstrasse

Grossbaustelle

Ortstermin an der verschneiten Trasse der Südumgehung

  • schließen

Warum gibt es keinen Radweg an der künftigen Südumfahrung? Das war eine der Fragen, die die Teilnehmer einer Baustellenführung an Bürgermeister Hans Seidl stellten. Das Interesse war groß. 25 Teilnehmer hatten sich eingefunden. Angesichts dichten Schneetreibens war sogar Seidl überrascht.

Maisach–  Eigentlich hatte der Gemeindechef eine Wanderung durch die Großbaustelle am ehemaligen Flugplatz geplant. Wegen der Schneefälle ging es schließlich mit Autos übers Gelände. An mehreren Punkten erläuterte Seidl dann die Planung für die zehn Millionen Euro teure Umfahrung, die Maisach deutlich vom Verkehr entlasten soll.

Von der Baustelle selbst gab es nur wenig zu sehen. Die Abgrabungen der alten Rollbahn waren unter der Schneedecke nur zu erahnen. Das eine oder andere Fähnchen lugte an Stellen hervor, wo archäologische Befunde festgestellt wurden. Auch mögliche Kampfmittelfunde beschäftigen die Planer und Bauarbeiter. An elf Stellen wurden diese markiert. Ob es sich dabei tatsächlich um Bomben handelt, steht aber noch nicht fest. „Bislang heißt das nur, dass dort Metall unter der Erde ist“, erklärte Seidl. Dabei könne es sich auch um Flugzeugteile oder Ähnliches handeln. Aufschluss müssen nun Grabungen bringen.

Weit fortgeschritten ist der Rückbau der Flugplatzeinrichtung. Ein Schießstand und mehrere Hallen wurden schon abgebaut. Ein Bunker und ein Tanklager sollen demnächst unter Humus verschwinden, erklärte Seidl. Durch die dadurch entstehenden Hügel werde die Fläche vergrößert, die eine Heimat für Flora und Fauna ist. Die Rückbauten gingen schnell vonstatten. „Im Mai wird nicht mehr zu erkennen sein, was hier mal war.“

Die Aussage, dass es keinen Radweg entlang der neuen Straße geben werde, kommentierten die Bürger mit Bedauern. Doch wie Seidl erläuterte, wäre der Eingriff in die Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Schutzgebiete zu groß. Unter anderem brüten Feldlerchen auf dem Areal, weswegen das Schutzgebiet auch eingezäunt werde. „Es soll verhindert werden, dass der Mensch in das FFH-Gebiet gelangt.“

Für Radfahrer werde es aber eine alternative Route geben. Diese entstehe im Zusammenhang mit dem geplanten Kleingewerbegebiet am Skaterpark. „Der Feldweg entlang des Flugplatzes, aber außerhalb des Flugplatzgeländes, wird dann zu einem ebenerdigen Radweg ausgebaut“, sagte der Rathauschef. Ebenfalls für die Radler von Interesse war, wie die Kreuzung der Südumfahrung mit der Alten Brucker Straße gelöst wird. Das geschieht laut Seidl durch eine Brücke über die bestehende Fahrbahn. Die ist schon heute für Autos eigentlich gesperrt. Dennoch finden dort laut Seidl ab und an regelrechte Autorennen statt. „Das ist dann künftig nicht mehr möglich“, versprach er. Die Brücke werde so gebaut, dass dort nur noch Fuß- und Radverkehr möglich sei.

Drohender Lkw-Verkehr in Richtung Gewerbegebiet bewegte eine Anwohnerin, als Seidl die Stelle präsentierte, an der der Süden Maisachs an die Umgehung angebunden wird. Den Lkw-Verkehr wolle man ausschließen, versprach Seidl: „Die Anbindung wird auf 3,5 Tonnen begrenzt, um den gewerblichen Verkehr auszuschließen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kleintransporter steckt in S8-Unterführung fest
Ein 24-Jähriger hat sich verschätzt und großen Schaden angerichtet. 
Kleintransporter steckt in S8-Unterführung fest
Doch wieder ein Unfall an der Feuerhausstraße: Auto kippt nach Crash um
Schon wieder hat es an der Kreuzung Feuerhausstraße/Stadelbergerstraße gekracht - trotz der neuen Schilder, die auf den Gefahrenpunkt aufmerksam machen.
Doch wieder ein Unfall an der Feuerhausstraße: Auto kippt nach Crash um
Anbieter für Olchinger Carsharing steht fest
Carsharing soll der Umwelt dienen, indem weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind. Leihen statt besitzen ist die Devise. Die Stadt Olching plant eine Station am …
Anbieter für Olchinger Carsharing steht fest
Messebau in Fürstenfeldbruck: Der Airbus aus der Hasenheide
Der Fürstenfeldbrucker Schreinermeister Rolf Geys hat einen halben Airbus A320 in seiner Werkstatt stehen. Aber die Maschine wird nie abheben, sie dient lediglich als …
Messebau in Fürstenfeldbruck: Der Airbus aus der Hasenheide

Kommentare