Die Blühstreifen sollen vor allem den Bienen Nahrung bieten. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

In Maisach

Pachtvertrag für Felder nur mit Blühstreifen

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Blühstreifen für Bienen: Das fordert die Gemeinde Maisach künftig von Landwirten, an die sie Felder verpachtet. Andernfalls wird der Pachtvertrag gekündigt.

Maisach – Vor vier Jahren hatte die CSU-Fraktion im Gemeinderat die Blühstreifen auf die Tagesordnung gebracht. Seitdem können Landwirte – auf freiwilliger Basis – auf den Feldern, die sie von der Gemeinde pachten, am Rand ein kleines Stück als Blühstreifen ansäen: zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Unterstützung der Bienen. Für die Blühstreifen – sinnvoll neben Mais, Kartoffeln, Rüben, aber nicht neben Getreide – verzichtet die Gemeinde auf einen kleinen Teil der Pacht.

Jetzt hat die CSU das Thema wieder ins Gespräch gebracht. Eugen Bachhuber, Umweltbeauftragter im Rathaus, berichtete im Gemeinderat, dass man alle Landwirte angeschrieben habe. Die Umsetzung gehe aber nur langsam voran: „Etwa die Hälfte der Pächter hat einen Blühstreifen umgesetzt.“

Deshalb einigte sich der Gemeinderat einstimmig darauf, die Regeln zu verschärfen: Künftig muss ein Blühstreifen angelegt werden, sonst droht die Kündigung des Pachtvertrags.

Zudem sollen, um die Blühpflanzen zu erhalten, Wegränder von den Bauhof-Mitarbeitern und von Auftragnehmern nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Vertreter der Gemeindeverwaltung sollen mit Pächtern darüber verhandeln, ob sie ihre Blühstreifen verbreitern können oder ganze Feldstücke als Blumenwiesen anlegen.

Auch über Pflanzenschutzmittel wurde im Gemeinderat diskutiert. So gibt die Kommune den Pächtern künftig mit auf den Weg, auf Glyphosat und Neonikotinoide (Insektizid) zu verzichten. Gottfried Obermair (Freie Wähler) hatte beantragt, die Neonikotinoide explizit als unerwünscht aufzuführen.

Um die Bienen noch stärker zu unterstützen, wird die Gemeinde im Mitteilungsblatt darauf hinweisen, dass sie Imkern Standorte für ihre Kästen zur Verfügung stellt. Das geschieht schon viele Jahre, ist aber vielleicht noch nicht bekannt genug.

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