Frankfurter Radentscheid
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Maisach will mehr Leute aufs Rad bringen.

Maisach

Prämie beim Kauf eines Drahtesels: Umstieg aufs Rad soll belohnt werden

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Fürstenfeldbruck hat es vorgemacht, nun will auch die Gemeinde Maisach den Kauf von Fahrrädern und E-Bikes finanziell fördern. Wer das kommunale Geld in Anspruch nehmen will, wird aber wohl genaue Vorgaben erfüllen müssen.

Maisach –  Das sieht der Antrag von Bürgermeister Hans Seidl (CSU) jedenfalls so vor, der einstimmig angenommen wurde.

Der Rathauschef will Anreize setzen, damit die Bürger vom Auto auf Räder, Lastenräder und E-Bikes umsteigen. Ein normales Fahrrad soll deshalb mit 250 Euro, ein Elektrorad mit 500 Euro und ein Lastenrad mit 1000 Euro bezuschusst werden. Maximal 15 Räder, zehn E-Bikes und fünf Lastenräder will Seidl jährlich fördern.

Strenge Vorgabe für die Radl-Prämie

Die Vorgaben, um das Geld zu bekommen, sollen jedoch streng sein: Die Förderung müsste demnach vor dem Kauf beantragt werden. Als Nachweis für den tatsächlichen Umstieg vom Auto aufs Rad soll ein Fahrtenbuch dienen. Aus diesem muss hervorgehen, dass mehr als 50 Prozent der täglichen Fahrstrecke mit dem Rad zurückgelegt werden. Erst nach einer Frist von einem Jahr soll dann der Zuschuss ausbezahlt werden.

Barbara Helmers (Grüne) befürchtet, dass diese Anforderungen abschreckend wirken könnten. Doch Seidl verwies darauf, dass es sich bei den Zuschüssen immerhin um öffentliche Gelder handle. Wer diese in Anspruch nehmen wolle, müsse auch etwas zurückgeben. „Die Leute sollen nicht nur einfach ein Rad kaufen und es in die Garage stellen.“ Eine Regulierung müsse es deshalb geben, über die Art und Weise könne man aber noch diskutieren.

Prämie auch für E-Roller?

Gottfried Obermair (FW) will die Förderung auch auf E-Roller erweitern, Hartmut Hombach (Grüne) regte an, sogar zehn Lastenräder pro Jahr zu fördern. Den Vorschlag des FW-Rats begrüßte Seidl. Bei Hombachs Antrag will der Rathauschef aber erst abwarten, bis die Verwaltung die Kosten für die erweiterte Förderung ermittelt hat.

Barbara Helmers (Grüne) erinnerte außerdem daran, dass man auch Stellplätze für Lastenräder schaffen müsse. „Die müssen wir bei der geplanten Umgestaltung der Hauptstraße bedenken“, sagte sie. 

So läuft die Förderung in Bruck.

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