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Das Kinderbecken wurde 2016 schon umgestaltet. Wann weitere Maßnahmen folgen, ist unklar. Heuer passiert aber nichts mehr.

Sanierung geht frühestens 2019 weiter

Preisexplosion: Freibad-Umbau muss warten

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Das Freibad in Maisach wird auch im Herbst nicht weiter umgebaut und verschönert: Die Preise der Firmen sind einfach zu hoch.

Maisach– Bürgermeister, Gemeinderat und -verwaltung sowie Freibad-Referent Christian Kemether (CSU) sind enttäuscht: Auch im zweiten Anlauf kann der zweite Teil der Bad-Verschönerung nicht angegangen werden. Wie schon die erste musste nun auch die zweite Ausschreibung aufgehoben werden: Dieses Mal, weil die Preise, die die Firmen aufrufen, explodiert sind.

„Da haben wir die volle Breitseite des derzeitigen Marktes mitbekommen“, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Gemeinderat. Der von der Gemeinde beauftragte Planer hatte die Kosten auf rund 390 000 Euro geschätzt. Doch die Angebote der Firmen ergeben eine Gesamtsumme von über 580 000 Euro. Die erste Ausschreibung für die Umbauten war im März aufgehoben worden, weil die Auftragsbücher der Bauunternehmen so voll sind, dass sich niemand für die Baumeisterarbeiten fand.

Der südliche Beckenumgang soll mit Liegepodesten und großen Sonnenschirmen neu gestaltet werden. Dazu gekommen wären ein neuer Stand für den Bademeister und eine Glaswand zwischen Bade- und Gastronomiebereich. Doch daraus wird nun nichts. Vielleicht geht die Modernisierung der Anlage 2019 weiter, vielleicht noch später. Derzeit wird überlegt, die Arbeiten so anzubieten, dass sie im Herbst 2019 nach Ende der Saison erledigt werden können. Eventuell erhält man dann bessere Preise.

Zumindest war der erste Abschnitt des mehrteiligen Sanierungskonzepts ein voller Erfolg: Das neue Kinderbecken wird gut angenommen. Freibad-Referent Kemether würde gerne weitermachen, sagte er. „Aber eine Erhöhung um 50 Prozent ist der Wahnsinn. Das kann man mit ruhigem Gewissen nicht fordern.“ Er bezweifelte allerdings, dass es 2019 billiger werde.

Die Gelder seien im laufenden Haushalt gar nicht vorhanden, zudem seien erneuerte Liegepodeste für den Betrieb nicht notwendig, sagte Seidl. Wichtiger sei, die Rutsche wieder in Betrieb zu nehmen. Sie musste vergangene Woche gesperrt werden. Ein Rohr ist kaputt.

Nochmals wurde vom Gremium angemahnt, dass der Dusch- und Sanitärbereich saniert werden muss. Ein neues Gebäude koste 1,5 bis zwei Millionen Euro, meinte Seidl dazu. Man warte auf ein Förderprogramm der Staatsregierung, das angekündigt sei. Letztlich wurde dann beschlossen, den Umbau am Beckenrand zu verschieben.

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